Krefelder Kunstverein zeigt die Ausstellung „konsequent"

Für beide ist diese Ausstellung nicht nur dem Titel nach „konsequent", also folgerichtig, als hätte sie irgendwann stattfinden müssen.

Denn mit Hans Joachim Albrecht, Jahrgang 1938, und Doris Kaiser, Jahrgang 1958, treffen im Krefelder Kunstverein nun der Professor und seine ehemalige Studentin aufeinander - zum ersten Mal für eine gemeinsame Ausstellung. Im Gespräch merkt man ihnen ihre langjährige, freundschaftliche Verbundenheit an. Ihre konsequente Grundhaltung zu ihrem Schaffen spiegelt sich in ihren Arbeiten wider, der Auseinandersetzung mit ihrem Material und ihren Formen. Ihre sehr reduzierten nun im Kunstverein präsentierten Werke erzeugen eine feine Sinnlichkeit und schärfen den Blick auf die Details. Mit jedem Perspektivwechsel verändern die Objekte ihre Wirkung im Raum.

Den Betrachter erwartet so im Haus am Westwall 124 ein wechselvoller Dialog.Einige Werke von Albrecht stehen an verschiedenen öffentlichen Plätzen in Krefeld. So auch eine Skulptur des 80-Jährigen Bildhauers vis-a-vis auf dem Westwall, die im Rahmen seiner letzten Ausstellung 1989 im Kunstverein dort aufgestellt wurde. Nach drei Jahrzehnten kehrt der Träger der Thorn-Prikker-Plakette (1998) jetzt an den Ort zurück, den er einst selbst unter anderem mit dem Aufbau der Malschule geprägt hat. Den Arbeiten von Kaiser begegnet er mit vier Skulptur-Stationen. Es sind große Formaten, das früheste Werk entstand 1973 (1992), das jüngste aus dem Jahr 2015. Seine Zeichnungen stammen aus einer Spanne von 1985 bis 2011. Im Erdgeschoss fällt der Blick auf seine Skulptur „Kauernde - Mond/Frau" (1986) aus Kalkstein (80 Zentimeter). Der Betrachter vermutet Augen, Nase und Mund zu erkennen. Dieses Werk korrespondiert mit einer gleich dort hängenden Arbeit vonKaiser. Ein Merkmal der Ausstellung: Während ihre Objekte mit den Wänden und Böden verbunden sind, stemmen sich Albrechts Werke in den Raum hinein. Charakteristisch ist dafür im Erdgeschoß die Wechselwirkung zwischen einem liegenden Quadrat aus Gips (Kaiser) und einem bemalten, stehenden Holzstamm (Albrecht).

Kaisers Arbeiten wirken auf einen ersten Blick statisch. Ihre Materialien sind Ton und Gips. „Ich bin konsequent diesem Material verbunden", so die Künstlerin. Sie arbeite immer in einem festen Rahmen. „Es gibt Strukturen, in denen ich mich bewege - Struktur und innere Freiheit", so Kaiser. Das Werk der in Grefrath und Krefeld lebenden Bildhauerin, die 1999 mit dem Künstlerinnenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet wurde, umfasst Bodenarbeiten, Wandplastiken und Objekte. Ergänzt wird die Auswahl der Werke in der Ausstellung mit Zeichnungen, die sie seit 2006 fertigt.

Die Ausstellung endet am 11. November. Der Kunstverein Krefeld wird durch das Kulturbüro der Stadt Krefeld unterstützt.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

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