Spitzmaulnashorn Najuma auf der Reise in den Yorkshire Wildlife Park

Najuma, das fünfte Jungtier des erfolgreichen Spitzmaulnashornpaares Nane und Usoni aus dem Zoo Krefeld, ist mit einem Spezialtransporter auf ihre 800 Kilometer lange Reise in den englischen Yorkshire Wildlife Park gegangen.

Begleitet wird ihr Umzug von einem Team der British Broadcasting Company (BBC). Es dreht eine Reportage über die Bedeutung weltweiter Zusammenarbeit von Zoos und Artenschutzorganisationen zum Schutz der Spitzmaulnashörner. Die Beteiligung des Krefelder Zoos am internationalen Zuchtprogramm für die bedrohten Dickhäuter wird durch den Transport und Interviews mit Zoomitarbeitern hervorgehoben.

Najuma reist in einem klimatisierten Transporter einer Spezialfirma in ihre neue Heimat. Der Schwerlastkran der Stadtwerke Krefeld hob die samt Nashorn 3,2 Tonnen schwere Transportkiste auf den Laster. Im Yorkshire Wildlife Park leben seit Frühjahr zwei junge Nashornbullen: Makibo aus Magdeburg und Jasper aus Berlin. In einigen Jahren soll Najuma mit Makibo vergesellschaftet werden und hoffentlich an die Zuchterfolge ihrer Eltern anknüpfen. Mit Najuma wurde am 22. August 2016 erstmals ein Nashornjungtier im Krefelder Zoo so wie in der Natur unter freiem Himmel geboren. Nane brachte ihre dritte Tochter, das fünfte Jungtier insgesamt, frühmorgens auf der damals noch neuen Außenanlage zur Welt. Der Zoo Krefeld züchtet seit 2006 als einziger von zwölf Zoos in Nordrhein-Westfalen erfolgreich die stark bedrohten Spitzmaulnashörner. Vielleicht folgt schon bald eine Fortsetzung mit Jungtier Nummer sechs. Sehr wahrscheinlich ist Nashornkuh Nane wieder tragend. Zoobesucher könnten sich dann ab dem Spätsommer über ein Nashornbaby freuen.

Der Zoo Krefeld setzt sich auch für die Nashörner in freier Wildbahn ein. Er unterstützt den Nashornschutz in Namibia durch regelmäßige Spenden an den Save the Rhino Trust (http://www.savetherhinotrust.org/). Das Nasenhorn der Tiere wird in Asien als traditionelle Medizin genutzt und sein Wert mit Gold aufgewogen, obwohl es wirkungslos ist. In den 1970er-Jahren lebten noch rund 65.000 Spitzmaulnashörner im südlichen Afrika. Bis in die 1990er-Jahre sank die Zahl dramatisch auf 2300 Tiere. Dank strikter Schutzmaßnahmen leben heute wieder etwa 5500 Tiere in freier Natur. Voraussichtlich im Jahr 2019 wird ein Enkel des Krefelder Zuchtpaares zusammen mit vier anderen Jungbullen in einem Schutzgebiet in Ruanda in Afrika ausgewildert.

Foto: Vera Gorissen

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