Krefeld Klima 2030: Integriertes Klimaschutzkonzept in Arbeit

Die Stadt Krefeld intensiviert und bündelt jetzt ihre Klimaschutz-Aktivitäten.

Das vom Bundesumweltministerium geförderte Klimaschutzkonzept „Krefeld Klima 2030" erarbeiten die Unternehmen Wert-Sicht aus Düsseldorf und Infrastruktur & Umwelt aus Darmstadt für die Stadt Krefeld. Es soll den Umgang mit den Folgen des Klimawandels aufzeigen und konkrete Maßnahmen zur Reduzierung des CO²-Ausstoßes in Krefeld entwickeln.

Den Klimawandel bekam Krefeld im vergangenen Sommer deutlich zu spüren: 89 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad Celsius machten das Jahr 2018 überdurchschnittlich heiß. „Gleichzeitig hat es sehr wenig geregnet, sodass der Rheinpegel stark gesunken ist", berichtet André Möller von der Firma Wert-Sicht. In den kommenden Jahren werden Klimaänderungen in Form von steigenden Temperaturen, abnehmenden Sommer- und gleichzeitig zunehmenden Winterniederschläge erwartet. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für Hitze- und Trockenperioden sowie für Starkregenereignisse und Überschwemmungen. Das Klimaschutzkonzept soll helfen herauszufinden, wie sich die zu erwartenden Veränderungen auf Krefeld auswirken und wie die Stadt mit ihnen umgehen kann.„Jeder einzelne Mensch auf der Welt trägt die Verantwortung für unser Klima. ‚Krefeld Klima 2030' soll aufzeigen, wie wir mit unserer Umwelt umgehen und welche Aktivitäten Einfluss auf das Klima haben. Wir wollen auch Möglichkeiten aufzeigen, wie jeder Mensch beim Klimaschutz aktiv mithelfen kann", erläutert Beigeordneter Thomas Visser. Das integrierte Klimaschutzkonzept wird eine Energie- und CO²-Bilanz nebst Minderungspotenzialen sowie konkrete Maßnahmen zur Senkung der CO²-Emissionen darstellen. Außerdem werden die mitwirkenden Akteure ein Klimaschutzmanagement zur dauerhaften Verankerung in der Stadtverwaltung aufbauen. Bei der Erarbeitung werden verschiedene Fachbereiche, Bildungseinrichtungen, Industrie, Gewerbe und Energieerzeuger sowie die Krefelder Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden. So wird es neben einer Online-Befragung ab Dienstag, 9. April, mehrere öffentliche Informationsveranstaltungen zu den Themen Klimaschutz und Klimawandel geben. „Krefeld richtet nicht nur den Blick auf CO²-Emissionen, sondern stellt sich insgesamt für den Klimawandel auf", so Möller. Damit gehe die Stadt einen Schritt weiter als andere Kommunen.

"Dauerhafte Aufgabe!"

„Wir möchten ein Bewusstsein dafür schaffen, dass jeder Einzelne etwas für den Klimaschutz tun kann und sollte. Davon schließt sich die Kommune selbst auch nicht aus", betont Beigeordneter Visser. Klimaschutz sei eine dauerhafte Aufgabe, man arbeite neben dem Konzept auch an einer tatsächlichen Realisierung desselbigen. „Investitionsvorschläge für die Umsetzung sind Teil des Konzepts", weiß Bernhard Plenker, Leiter des Fachbereiches Umwelt und Verbraucherschutz. „Der Fachbereich ist dafür verantwortlich, relevante Daten zusammenzustellen. Das wird in Zukunft Aufgabe eines Klimaschutzmanagers sein", ergänzt Irina Blaszczyk, die Hauptverantwortliche für das Projekt im Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz.

Mithilfe der Bürgerschaft ist erforderlich

Für ein funktionierendes Klimaschutzkonzept sind aber auch ein Umdenken und die Mithilfe der Bürgerschaft erforderlich. „Da muss man dicke Bretter bohren. Alle sind für den Klimaschutz, aber die wenigsten sind bereit, dafür tätig zu werden", meint Visser. „Am liebsten möchten wir die Bürger natürlich nicht durch Verordnung, sondern durch Überzeugung dazu bringen, sich am Klimaschutz zu beteiligen", fügt Plenker hinzu. Daher wird die Öffentlichkeit über die Homepage von „Krefeld Klima 2030", einen Flyer sowie einen Newsletter mit umfassenden Informationen für die Themen Klimawandel und Klimaschutz sensibilisiert. „Nur wenn ein Bürger sich persönlich betroffen fühlt, wird er auch aktiv", fasst Plenker abschließend zusammen.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

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