Corona: Die Lage an den Krefelder Schulen

Stadtdirektor Markus Schön äußert sich zur Lage an den Krefelder Schulen

Stadtdirektor Markus Schön hat in einer Pressekonferenz zur Corona-Lage auf die Situation an den Schulen hingewiesen und in diesem Zusammenhang die Einführung einer Maskenpflicht auch in der Grundschule bekräftigt. An insgesamt 42 Schulen in Krefeld gibt es aktuell Corona-Fälle. „Es war wichtig, dass wir uns frühzeitig Gedanken gemacht und eine Maskenpflicht in den Grundschulen per Allgemeinverfügung durchgesetzt haben", sagte der Stadtdirektor.

Er zeigte sich zufrieden, dass die Gerichte den restriktiven Krefelder Corona-Kurs in Bezug auf die Maskenpflicht jetzt bestätigt haben. Eine Klage per Eilantrag gegen die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung in den Grundschulen ist am Verwaltungsgericht Düsseldorf abgewiesen worden. „Das bestätigt, dass die Maßnahme verhältnismäßig war", sagte Schön. Die Gerichte hätten aktuell zudem die Krefelder Position zur - zeitlich begrenzten - Maskenpflicht in hochfrequentierten Einkaufsstraßen bestätigt. Die Lage an den Schulen und Kitas ist weiter ernst, wie aus einer Auflistung des Fachbereichs Gesundheit hervorgeht. Besondere Sorgen macht dem Stadtdirektor ein Coronafall an der Gerd-Jansen-Förderschule. „Hier gibt es in der Schülerschaft auch Risikogruppen", betonte Schön. Bei den Kitas gibt es neue Coronafälle in den Einrichtungen Körnerstraße und Felbelstraße. Bei den Grundschulen ist die Pestalozzi-Schule mit zwei Fällen in einer Klasse neu betroffen, außerdem die Paul-Gerhardt-Schule, die Grundschule am Stadtpark Fischeln, die Josefschule und die Mariannenschule. Eine Reihe von neuen Fällen gibt es auch bei den weiterführenden Schulen. Betroffen sind hier Kurt-Tucholsky-Gesamtschule und die Realschule Horkesgath mit jeweils zwei Fällen, die Gesamtschule Kaiserplatz, die Robert-Jungk-Gesamtschule, die Gesamtschule Oppum, das Gymnasium am Stadtpark, das Gymnasium Fabritianum und die Freiherr-vom-Stein-Realschule mit jeweils einem Fall. Bei den Berufskollegs verzeichnet die Stadtverwaltung an der Kaufmannsschule insgesamt drei Coronafälle in verschiedenen Klassen, einen Fall am Berufskolleg Uerdingen.Eine Beibehaltung von Präsenzunterricht müsse auch in diesen Zeiten trotz der Corona-Pandemie aufrecht erhalten bleiben, forderte Markus Schön. Der Stadtdirektor, in dessen Aufgabenbereich auch die Schulen fallen, wirbt aber für flexiblere Unterrichtsmodelle insbesondere im Bereich der Oberstufen. Er halte es für denkbar, dass Schulen auch nach Förderbedarfen differenzieren, sagte Schön. Die Lehrer sollten entscheiden dürfen, wer zuhause am Endgerät oder mithilfe des Buches lernen kann und wer besser in die Schule kommt. Auch so könnten Teilungen von Klassen erreicht werden, wirbt Schön in Richtung der Landesregierung. „In den Oberstufen kann man auch einmal nach Leistungsgraden differenzieren."

Grafik: Mohamed Hassan / Pixabay

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