Stadt hilft Eltern bei der Schulwahl

Die offenen Türen bleiben in diesem Jahr leider geschlossen: Aufgrund der Corona-Epidemie können die weiterführenden Schulen in Krefeld ihren traditionellen Erkundungstag für künftige Fünftklässler nicht anbieten.

Das ist für die Kinder und ihre Eltern eine schwierige Situation. Schließlich möchten sie sich das Gebäude, das pädagogische Programm und die Schulgemeinschaft, mit der sie in den kommenden sechs bis neun Jahren eng verbunden sind, vorher mit eigenen Augen ansehen. Für die Kinder gibt das Sicherheit und erzeugt Vorfreude, die Erwachsenen erhalten umfassende Informationen über den weiteren Weg ihrer Tochter oder ihres Sohnes.

Um Krefelder Eltern trotz Corona beraten und unterstützen zu können, verweist der städtische Fachbereich Schule auf den fast 100-seitigen „Schulwegweiser", der alle wichtigen Informationen, Themen und Adressen übersichtlich auflistet.Nach der Schließung der letzten Hauptschule, der Gründung zweier neuer Gesamtschulen in Oppum und Uerdingen und dem Zusammenschluss von Fichte- und Arndt-Gymnasium zum Hannah-Arendt-Gymnasium verfügt Krefeld auf städtischer Seite aktuell über sieben Gymnasien, drei Realschulen, fünf Gesamtschulen und drei Förderschulen, die Kinder in Klasse 5 aufnehmen. Hinzu kommen öffentliche Förderschulen in Trägerschaft des Landschaftsverbands Rheinland und private Schulen, die ebenfalls im Schulwegweiser aufgeführt sind. Welche Schulform für das betreffende Kind am ehesten geeignet ist, ergibt sich aus der „Schulformempfehlung", die mit dem Halbjahreszeugnis der vierten Klasse ausgegeben wird. Dabei handelt es sich ausdrücklich um eine Empfehlung - eine begründete Einschätzung des Lehrers, der das Kind vier Jahre lang täglich betreut hat. Die Schulwahl bleibt dennoch frei, sie liegt im Ermessen der Eltern.

Beratungsgespräche, um das Für und Wider der richtigen Schulwahl zu diskutieren

Dennoch sollten die Beratungsgespräche mit dem Klassenlehrer, die in diesen Wochen stattfinden, dafür genutzt werden, das Für und Wider der richtigen Schulwahl zu diskutieren. Der Klassenlehrer kennt in der Regel die Arbeitsweise, die Leistungsentwicklung und die Lernbereitschaft jedes Kindes. Seine Ratschläge haben Gewicht. Außerdem ist zu bedenken, dass mit der Empfehlung keine Prognose verbunden ist, welchen Abschluss das Kind später erreicht. Sowohl die Realschule (mit Wechsel nach der Klasse 10) als auch die Gesamtschule lassen den Weg zum Abitur frei. Es geht zu diesem Zeitpunkt lediglich darum, die Schulform zu finden, die das Kind in seiner weiteren Entwicklung am besten fördern kann. Die Gesamtschulen haben dabei die Besonderheit, dass sie für Kinder jeglicher Eignung gerüstet sind. Im Übrigen sind auch Empfehlungen möglich, die zwei Schulformen offenlassen, eine davon mit sogenannter eingeschränkter Eignung. Bei weiterem Beratungsbedarf in Bezug auf die Schulwahl steht der Psychologische Dienst der Stadt Krefeld für Gespräche zur Verfügung. Hier können die Eltern mit fachlicher Hilfe besprechen, welche Schulform ideal für ihr Kind ist: Wo wird es weder unter- noch überfordert? Und welche Schule gibt ihm am ehesten das Gefühl, aufgehoben zu sein und dazu zu gehören? Die Anmeldung und Terminvereinbarung mit dem Psychologischen Dienst erfolgt bis spätestens zu den Weihnachtsferien unter der Telefonnummer 0 21 51 / 36 32 67 0.

Film bietet Hilfe

Hilfe bei der Entscheidung bietet auch der Film „Wohin nach der Grundschule?", der in 13 verschiedenen Sprachen im Netz zu finden ist. In dem informativen Video werden die einzelnen Schulformen einfach und verständlich erklärt. Der Film ist aus einem überregionalen Projekt entstanden, an dem mehr als 30 Krefelder Schulen teilgenommen haben. Er wurde überwiegend hier vor Ort gedreht. Hinter dem Projekt stehen Armin Maiwald und Jan Marschner, bekannt als Macher der „Sendung mit der Maus". Der Film ist in Deutsch, Arabisch, Albanisch, Bulgarisch, Englisch, Griechisch, Italienisch, Persisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch und Türkisch zu sehen

Schulwegweiser ist wichtiger Ratgeber

Ein wichtiger Ratgeber für Eltern ist auch der Schulwegweiser der Stadt Krefeld. Die rund 100 Seiten umfassende Broschüre wird in jedem Jahr angeboten - aber in Zeiten von Corona dürfte sie besonders wertvoll werden. Neben den Real-, Gesamt- und Förderschulen sowie den Gymnasien sind dort auch die Berufskollegs berücksichtigt. „Krefelds Schullandschaft ist so bunt und vielseitig wie unsere Stadt. Es gibt mehr als 30 weiterführende Schulen, jede setzt eigene Schwerpunkte und fördert junge Menschen auf unterschiedliche Weise. Deshalb sind hier Informationen über jede Krefelder Schule zusammengetragen - vom Schulprogramm über die Organisation des Unterrichts bis hin zu Fremdsprachen", schreibt Oberbürgermeister Frank Meyer im Vorwort. Die Broschüre ist an die Krefelder Viertklässler verteilt worden und ist außerdem im Internet abrufbar.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

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