Smart City: Krefeld wird 2021 nicht als Modellprojekt gefördert

Krefeld wird in diesem Jahr nicht bei der Förderung der Smart-City-Modellprojekte berücksichtigt, wird aber dennoch am Ball bleiben.

Die Stadt hatte sich in einer Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFG und den Stadtwerken SWK im März auf die Ausschreibung der Smart-City-Modellprojekte 2021 mit einem Gesamtvolumen von fast zehn Millionen Euro beworben. Die Fördermittel sollten vor allem in den Aufbau einer Organisationseinheit Smart City sowie Investitionen in Innovationsprojekte in den diversen Dimensionen der Smart City (Umwelt, Wirtschaft, Bildung, Verkehr, digitale Infrastrukturmaßnahmen) fließen. Das zuständige Bundesministerium hat nun mitgeteilt, dass Krefeld nicht unter den in diesem Jahr ausgewählten Kommunen ist. Trotzdem heißt es für die Akteure: weitermachen. Der Bewerbungsprozess hat für Krefeld viele wichtige Erkenntnisse, Impulse zu Innovationsprojekten und Kontakt zu anderen Kommunen erbracht.

Darauf will man aufbauen. Signifikante Personal- und Investitionsmittel sollen auch ohne Förderung in den kommenden Jahren bereitgestellt werden, um den Herausforderungen durch Digitalisierung in Verbindung mit den Folgen der Corona-Krise, Klimawandel und demografischem Wandel zu begegnen. Die durch die Digitalisierung beförderten Gestaltungsmöglichkeiten für das gemeinsame Leben in der Stadt können für die verschiedenen städtischen Ziele und Aufgaben genutzt werden. So werden die städtischen Ressourcen bestmöglich genutzt und die Stadt gemeinsam weiterentwickelt. Die Krefelder sollen in allen Lebensphasen durch digitale Bildungsangebote in ihrer digitalen Souveränität gestärkt werden. Die Ideen und Impulse zu „Smart City" werden für diverse Aufgaben der integrierten Stadtentwicklung eine zunehmend große Rolle spielen.

Erneute Bewerbung

Eine erneute Bewerbung auf einen eventuellen vierten Förderaufruf 2022 ist vorgesehen, zumal die bisherigen Runden gezeigt haben, dass einige Städte erst bei einer erneuten Bewerbung erfolgreich gewesen sind. Gleichzeitig sollen andere Fördermöglichkeiten gesucht und genutzt werden. „Smart Cities sind nachhaltiger und integrierter Stadtentwicklung verpflichtet. Die digitale Transformation bietet Städten, Kreisen und Gemeinden Chancen auf dem Weg der nachhaltigen Entwicklung und zielt auf die ressourcenschonende, bedarfsgerechte Lösung der zentralen Herausforderungen der Stadtentwicklung ab. Digitalisierung ist inzwischen in vielen Lebensbereichen Realität geworden. Die Akteure der Stadtentwicklung sollen aktiv die Möglichkeit nutzen, den aktuellen Veränderungs- und Anpassungsprozess zu begleiten und nachhaltig zu gestalten. Die Digitalisierung wird viele Bereiche von Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft weiter verändern. Smart City nutzt Informations- und Kommunikationstechnologien, um auf der Basis von integrierten Entwicklungskonzepten kommunale Infrastrukturen, wie beispielsweise Energie, Gebäude, Verkehr, Wasser und Abwasser zu verknüpfen." (Smart City Charta 2021)

„Smart City beschreibt die Fähigkeit einer Kommune, durch Entwicklung neuer Lösungen und/oder durch Adaption andernorts existierender Lösungen bestehende und zukünftige Herausforderungen zu meistern, Probleme zu bewältigen und Chancen zu nutzen, welche die Transformation hin zu einem prosperierenden und lebenswerteren Ort für alle Interessensgruppen (Bürgerschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft) beschleunigt und unterstützt. Das Lösungsökosystem bildet dabei die Determinante zur Bestimmung, wie ‚smart' eine Kommune ist." (Bee Smart City).

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