„Kultur-Tandem" startet mit klaren Schwerpunkten

Der Oberbürgermeister gibt es unumwunden zu: Es sei eine „ungewöhnliche Konstellation", dass er seit 1. April auch Kulturdezernent der Stadt Krefeld ist. „Mir ist zumindest in NRW keine andere Großstadt bekannt, in der ein solches Modell praktiziert wird", erklärte Frank Meyer.

Gleichwohl gibt es gute Argumente für diese Lösung, die im Zuge der Neuaufteilung der Dezernate umgesetzt wurde. „Kultur hat viel mit Lebensgefühl zu tun. Sie bildet einen positiven Erlebnisfaktor in dieser Stadt und sorgt gleichzeitig für wichtige gesellschaftliche Diskurse - das bildet eine spannende Klammer zu den Aufgaben eines Oberbürgermeisters", betonte Frank Meyer.

„Krefeld besitzt eine bemerkenswerte Kulturszene mit großem Stellenwert - auch über die Stadtgrenzen hinaus." Organisatorisch und operativ wird Frank Meyer vom Leiter des Krefelder Kulturbüros unterstützt. Jürgen Sauerland-Freer ist ab sofort auch Leiter des neu gegründeten Fachbereichs Kultur. Das „Kultur-Tandem" will gemeinsam eine tragfähige Struktur aufbauen und erste inhaltliche Schwerpunkte setzen, bis Sauerland-Freer Anfang nächsten Jahres in den Ruhestand geht. „Für mich wird das ein Kurzstreckenlauf mit hoffentlich langfristiger Wirkung", erklärte der Duisburger, der seit fast 20 Jahren das städtische Kulturbüro leitet. Er berichtet von „guten, langen Gesprächen" mit den Leitern der Kulturinstitute, die in ihrer inhaltlichen Arbeit auch künftig weitgehend eigenständig bleiben: „Die Institute sind deutlich konzeptioneller aufgestellt als in der Vergangenheit. Der Wille zur Zusammenarbeit ist groß", sagt Jürgen Sauerland-Freer. Auch die Arbeit des Kulturbüros mit den Schwerpunkten Zeitgenössischer Tanz, Bandoneon und Figurentheater will er wie gehabt fortsetzen. Themen der kulturellen Bildung, das Kresch-Theater und die Förderung der freien Szene bleiben dort ebenfalls wichtige Aufgaben. Sowohl bei den städtischen Instituten als auch unter den freien Anbietern erkennt Oberbürgermeister Frank Meyer eine „enorm hohe Qualität" in der Krefelder Kulturlandschaft. „Damit diese Qualität erhalten bleibt, müssen wir auch künftig verlässliche Rahmenbedingungen schaffen", erklärte Meyer. In Teilbereichen sei das bereits gelungen - etwa durch die Sanierung des Kaiser-Wilhelm-Museums und der Musikschule sowie das Konzept „Theater mit Zukunft III", das dem Theater Krefeld und Mönchengladbach Planungssicherheit bis 2025 garantiert. „Gleichwohl gibt es Themen, die wir in den nächsten Jahren anpacken müssen. Dazu brauchen wir eine klare Prioritätenliste, wie sie jetzt auch für die Krefelder Schulen vorliegt."

Als weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit nannte Frank Meyer die Förderung des kulturellen Nachwuchses. In diesem Bereich müsse Krefeld sich schon jetzt nicht verstecken, erklärte der Oberbürgermeister, und nannte als Beispiele die Jugendarbeit des Kresch, des Stadttheaters, der Museumspädagogen und der Mediothek. Vorbildhaft seien auch die Projekte der Musikschule in Kitas und Grundschulen mit 17 000 Teilnehmern in den vergangenen zehn Jahren. Doch auch darüber hinaus gebe es Potenzial: „Wir haben in diesem Frühjahr eine Initiative zur Förderung der Krefelder Bandszene gestartet", erinnerte Frank Meyer. „Dadurch ist in diesem Bereich schon jetzt viel in Bewegung gekommen." Der neue Kulturdezernent sprach sich außerdem für einen leichten Zugang zu Kultur aus: „Kultur darf keine Elitenveranstaltung für einige wenige sein. Wir müssen besondere Brücken für jene bauen, die weniger privilegiert sind."

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

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