Neues Wohngebiet mit 500 Wohneinheiten im Süden vorgestellt

Martin Linne, Baudezernent der Stadt Krefeld, und Thomas Siegert, Vorstand der Wohnstätte Krefeld AG, haben die Rahmenplanung für das Bebauungsgebiet Fischeln-Süd vorgestellt.

Auf einer Fläche von rund 33 Hektar zwischen Anrather und Willicher Straße sollen fast 500 Wohneinheiten entstehen. Zu gut 70 Prozent sind dort zurzeit freistehende Einfamilienhäuser beziehungsweise Doppelhäuser ohne Bauträgerbindung vorgesehen.

Das heißt, die Eigentümer können ihre Häuser auf den etwa 500 bis 600 Quadratmeter großen Grundstücken individuell planen. „Das Quartier soll einen eigenen Charakter kriegen", wünscht sich Linne. Daher sei es eine Überlegung, Architekten zu ermutigen, sich für ihre Entwürfe von der Bauhaus-Idee inspirieren zu lassen. Angesichts des Bauhausjahres 2019 wäre es schön, nicht nur das Bauhauserbe von Ludwig Mies van der Rohe in Krefeld zu präsentieren, sondern auch ein solches Quartier, welches einen Imagegewinn für das Baugebiet und für die Stadt bedeute, so Linne. Wie diese Idee konkret umgesetzt werden könnte, sei momentan aber noch offen. Von den 330.000 Quadratmetern Baugebietsfläche in Fischeln-Süd gehören der Wohnstätte rund 143.000, der Stadt Krefeld nochmals gut 30.000 Quadratmeter, so Siegert. Die restliche Fläche verteilt sich auf momentan drei Eigentümer. Das Zentrum des neuen Quartiers bildet eine Grünfläche, von der nach Südwesten eine Grünachse abzweigt. Durch die Siedlung führt eine Verlängerung des Krützboomwegs zum bereits bestehenden Kreisverkehr an der Willicher Straße. Die Fertigstellung einer etwa drei Kilometer langen Umgehungstraße von der Kölner Straße bis zur Anrather Straße ist für 2018/2019 geplant.

Neben den Einfamilienhäusern sind auf dem Areal Reihenhäuser (zehn Prozent) und Mehrgeschosshäuser (20 Prozent) vorgesehen. In den kommenden Jahren sollen verschiedene Bebauungsplanverfahren abgeschlossen werden, um abschnittsweise und bedarfsorientiert bauen zu können. „In 2018 soll auf den Baustellen ordentlich Betrieb sein", so Linne. Eine Vermarktung der Grundstücke könnte je nach Planungsstand ab der zweiten Jahreshälfte 2017 erfolgen.