28:28 – Eagles vergeben Sieg in Willstätt durch Fehlwürfe vom Siebenmeterpunkt

Im Auswärtsspiel beim TV Willstätt vergaben die Eagles eine zwischenzeitliche Sechs-Tore-Führung eine Viertelstunde vor dem Ende und sicherten sich beim 28:28 (15:13) immerhin einen Punkt.

Knackpunkt waren zu viele vergebene Chancen. Allein die Siebenmeterquote (zwei von sechs Versuchen wurden genutzt) zeigt: Es wäre mehr drin gewesen. Die Eagles fanden gut in die Partie und packten bei den ersten Angriffen der Hausherren in der Abwehr sehr gut zu. So kamen sie mit einem 3:1 nach knapp fünf Minuten sehr gut aus den Startblöcken. In der Offensive übernahm vor allem Neuzugang Robin Schoenaker in der ersten Halbzeit viel Verantwortung und führte die Offensive der Eagles. Für ein erstes Highlight im Spiel sorgte nach gut neun Minuten einmal mehr Lars Jagieniak, der, stark bedrängt in bester Tradition von Eagles-Ikone Marcel Görden, fast hinter dem eigenen Rücken zum 5:3-Zwischenstand einnetzte.

Weiter blieben die Gäste auf dem Gaspedal und in der 15. Minute zwangen sie die Badener mit dem Zwischenstand von 10:6 zur ersten Team-Auszeit. Diese zeigte Wirkung, denn Willstätt legte einen 3:0-Lauf zum 9:10 aus ihrer Sicht hin. So war es jetzt ein enges Spiel, in dem die Eagles zwar stets aus der Führung heraus spielten, es aber verpassten, wirklich davon zu ziehen. Trotzdem aber nutzten sie einige Fehler der Badener und so erzielte fünf Minuten vor der Pause Marijan Basic mit einem schönen Schlagwurf die erneute vier-Tore-Führung (14:10). Dann aber zeigten die Schwarz-Gelben erneut einige schwache Abschlüsse, so dass die Badner wieder heran kamen. Oliver Krechel allerdings sicherte mit einer weiteren starken Parade die zwei-Tore-Führung. Im Gegenzug vergab Mo Barwitzki beretis den zweiten Siebenmeter des Abends – beim ersten Mal war KC Brüren gescheitert. So kam Willstätt auf 13:14 heran. Den letzten Treffer des ersten Durchgangs erzielte Mike Schulz, der zum ersten Mal für Krefeld vom Punkt verwandelte. So nahmen die Gäste eine verdiente 15:13-Führung in die Kabine. In den zweiten Durchgang legten die Gelb-Schwarzen wieder einen guten Start hin und bauten die Führung schnell erneut auf vier Tore aus. Und wieder sorgte Jagieniak, diesmal mit einem tollen Dreher zum 20:16, früh für das erste spielerische Highlight. Beide Teams leisteten sich jetzt einige Fehlwürfe, doch die Eagles zogen auf fünf Treffer davon, mussten dann aber den Verlust von Marijan Basic verkraften, der bei einer Abwehraktion dem Gegenspieler eher unglücklich in den Arm griff. Dennoch: Die folgende rote Karte war durchaus vertretbar. Die folgende Unterzahl brachte aber keine Probleme für die Krefelder – im Gegenteil! Maik Schneider traf zum 23:17 und damit der ersten sechs-Tore-Führung. Wenig später hatte Oliver Krechel gar die Chance, noch einen drauf zu setzen, setzte den Ball aber neben das leere Tor. Kamen die Gastgeber heran, antworteten die Eagles zumeist mit starken Spielzügen und vor allem oft sehr guten individuellen Aktionen. Maik Pallach nutzte die souveräne Führung jetzt, um viel durchzuwechseln. So bekamen jetzt auch Sven Eberlein, Matija Mircic oder Mo Barwitzki, die zunächst auf der Bank gesessen hatten, ihre Einsatzzeiten. Das sorgte aber auch etwas dafür, dass der Schwung im Angriff verloren ging und so kam Willstätt auf 24:26 heran. Als dann Schulz einmal mehr einen Siebenmeter vergab und die Hausherren im Gegenzug trafen, wurde es noch einmal richtig eng. Ein weiterer Krefelder Angriff blieb ohne Torerfolg und Willsätt glich zum 26:26 aus. Und wieder kamen die Eagles am immer stärker werdenden Schlussmann der Badener, Steffen Dold, nicht vorbei. So hatte Willstätt die Chance zur Führung. Jetzt aber zeigte Oliver Krechel seine Klasse, wehrte einen freien Wurf ab und im Gegenzug erzielte Carlos Marquis bereits seinen vierten Treffer zur Führung. Willstätt aber zeigte Charakter und traf zweimal, um mit 28:27 und erstmals an diesem Abend in Führung zu gehen. Die Eagles verwarfen einen weiteren Siebenmeter – bereits den vierten aus sechs Versuchen. Beide Seiten ließen Angriffe ungenutzt und so ging es mit einer ein-Tore-Führung für die Hausherren in die Schlussminute. Wieder hielt Krechel und Marquis traf zum Ausgleich. Willstätt hatte noch einmal die Chance per Freiwurf drei Sekunden vor dem Ende, doch dieser blieb erfolglos und so blieb es beim 28:28.

Damit vergaben die Eagles einen zwischenzeitlich fast sicher geglaubten Sieg und traten mit nur einem Zähler die lange Rückreise an den Niederrhein an. „Wir haben am Anfang den Gegner durch unsere kompakte Abwehr kontrolliert. Dann bekam Marijan die rote Karte. Unser Plan war, dass er mit Carlos Marquis das Spiel organisiert. Als Carlos dann noch eine Zeitstrafe bekam war das ein Bruch ins Spiel. Trotzdem nehmen wir den am Ende glücklichen Punkt mit und sind weiter ungeschlagen. Das ist in der Liga auswärts nicht leicht“, sagte Trainer Maik Pallach. Weiter geht es in einer Woche, am Samstag um 19 Uhr, gegen den VfL Pfullingen.

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