Pinguine siegen in wildem Spiel in Schwenningen

Mit einem hart erarbeiteten 6:4 (2:2, 2:1, 2:1) in Schwenningen feierten die Krefeld Pinguine am Sonntagnachmittag einen wichtigen Erfolg und wahren damit den Anschluss an die Playoffplätze.

Überragender Akteur auf dem Eis war Daniel Pietta, der mit einem Viererpack den Sieg fast im Alleingang sicherstellte und seinen 200. DEL-Treffer verbuchte. Die Krefelder trafen im Trikot der Blau-Weißen auf den ehemaligen schwarz-gelben Torjäger Jordan Caron. Die Pinguine, bei denen erstmals in dieser Spielzeit Pietta und Chad Costello nicht in der gleichen Reihe spielten, begannen gut und hatten gleich Chancen. Die zweite richtig gute nutzte in der 4. Minute eben der erwähnte Pietta nach tollem Zuspiel von Niklas Postel per Direktschuss über den Innenpfosten. Nur Sekunden später folgte das erste Powerplay, in dem Pietta und Costello naturgemäß wieder vereint waren.

Gleich hatte Vinny Saponari nach tollem Solo eine gute Chance, scheiterte aber an Dustin Strahlmeier im Wings-Tor. Die insgesamt gute Überzahl blieb ungenutzt und in der 7. Minute war es ausgerechnet Caron, der die erste Chance der Gastgeber hatte, das Tor aber knapp verfehlte. Die erste Unterzahl galt es dann ab der 8. Minute zu überstehen, als Pietta wegen Bandenchecks mit 2+10 Minuten bestraft wurde. Und es kam wie so oft in den vergangenen Wochen: Coby Robak zog ab, Caron nahm Rynnäs die Sicht und das Hartgummi schlug zum Ausgleich ein. Hitzig wurde es dann in der 13. Minute. Jacob Lagacé wollte zum Tor ziehen, wurde von Benedikt Brückner zu Fall gebracht und fiel auf Strahlmeier. Er versuchte, sofort aus dem Torraum zu kriechen, wurde aber vom Verteidiger behindert. Der folgende Schuss landete im Tor und die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und erkannten folgerichtig den Treffer an, da die Aktion vom Verteidiger kam. Noonan war der Torschütze. Nur Sekunden später dann sogar die große Chance zum 3:1, doch Strahlmeier reagierte überragend gegen Travis Ewanyk. Es folgte die nächste Krefelder Strafe und erneut war es Robak, der mit einem starken Pass Caron in Szene setze. Dessen Schuss rutschte Rynnäs durch und Alexander Weiß drückte das Spielgerät zum erneuten Ausgleich in die Maschen. So ging es nach einem sehr abwechslungsreichen Durchgang mit 2:2 in die Pause.

Der zweite Durchgang war dann gerade 21 Sekunden alt, als Saponari die Scheibe zu Pietta brachte, der seine Strafe gerade abgesessen hatte. Der Nationalstürmer nahm seinen eigenen Abpraller auf und setzte ihn per Rückhand erneut genau neben den Pfosten in die Maschen. Doch erneut hielt die Führung nicht lange: Kyle Sonnenburg brachte den Puck zum Tor und Andreas Thuresson fälschte unhaltbar ab (22.). Doch die Pinguine reagierten überhaupt nicht geschockt. Phillip Bruggisser eroberte die Scheibe und legte quer auf Pietta, der diesmal per Vorhand ins lange Eck traf und damit in seiner persönlichen 11. Spielminute – zwölf hatte er ja auf der Strafbank verbracht – den Hattrick perfekt machte. Auch in der Folge blieb es ein Spiel mit vielen Chancen. Die beste hatte in der 33. Minute SERC-Topscorer Patrick Cannone, der einen Caron-Schuss an den Pfosten abfälschte. Insgesamt standen die Defensivreihen beider Teams ab der Hälfte des Spiels aber etwas besser und so ging es mit 4:3 für die Gäste in die Pause.

Der Schlussdurchgang sah dann ein von beiden Seiten kontrollierter geführtes Spiel, in dem die Pinguine aber ab der 47. Minute die ganz große Chance bekamen, die Führung auszubauen, denn in einer Szene bekamen gleich zwei Wild Wings eine Strafe, so dass die Pinguine volle zwei Minuten in doppelter Überzahl agieren konnten. Gleich gab es Chancen für Pietta, Saponari und Bruggisser, doch wollte der Puck nicht in die Maschen. Wenig später zog erneut Bruggisser ab, Costello versuchte, den Nachschuss noch einmal auf Saponari zu legen, doch Strahlmeier war erneut da. Als dann auch Besse verpasste blieb es bei der hauchdünnen Führung. Und so kam es, wie es kommen musste: Die Hausherren brachten den Puck vor das Krefelder Tor und da stand ausgerechnet Caron und netzte den eigenen Nachschuss zum vierten Ausgleich ein. Die Pinguine zeigten sich aber einmal mehr nicht geschockt und hatten nur eine Minute später die Doppelchance durch Jeremy Welsh, der aber jeweils an Strahlmeier scheiterte. Dann aber auch die Großchance auf der Gegenseite, doch Rynnäs und die Verteidiger in Gemeinschaftsproduktion verhinderten den zweiten Saiontreffer Carons. Es war jetzt ein ganz enges, umkämpftes und physisch intensives Spiel, doch in der 56. Minute war es Phillipp Kuhnekath, der die Scheibe von neben dem Tor hart in den Slot spielte, ein Schwenniger Verteidigerbein traf und so praktisch über Bande das umjubete 5:4 erzielte. Jetzt warfen die Hausherren alles nach vorn, die Pinguine verteidigten nach Kräften. 1:40 Minuten vor dem Ende ging Strahlmeier vom Eis. Die Wildwings gewannen das Bully und setzten sich im Pinguine-Drittel fest. Die Gäste gingen dazwischen und Pietta verfehlte das leere Tor aus dem eigenen Drittel hauchdünn. Wieder mussten die Pinguine sich eines Ansturms erwehren, doch dann gelang es, die Scheibe raus zu bringen und Grant Besse bediente uneigennützig Pietta, der allein auf das leere Tor zuging und mit seinem 200. DEL-Tor den ersten Viererpack seiner Profikarriere und damit den Sieg perfekt machte. Dass Sekunden vor dem Ende Ewanyk noch per Alleingang scheiterte, hatte nur noch statistischen Wert.

Damit feiern die Schwarz-Gelben einen enorm wichtigen Auswärtssieg und können nun mit Rückenwind in das schwere Heimspiel gegen Red Bull München am Freitag gehen.

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