Krefeld Pinguine verschlafen Eröffnungsdrittel

Richtiges Derby-Feeling wollte vor dem inzwischen 368 Zuschauern umfassenden „Papplikum“ in der YAYLA Arena als gestern Abend nicht aufkommen, als die Düsseldorfer EG zu Gast war.

Trotzdem gab es drei Punkte zu vergeben. Drei Punkte, die nach einem schwachen ersten Drittel leider komplett in die Landeshauptstadt entführt wurden. Lichtblicke gab es jedoch im zweiten und dritten Drittel. Neben dem ersten DEL-Einsatz von Jung-Torhüter Nikita Quapp, erzielte Alex Blank sein erstes PENNY DEL-Tor und auch das Powerplay war erfolgreich! Der am Ende uneinholbare Rückstand des ersten Drittels bahnte sich früh im ersten Drittel an. Düsseldorf aggressiver im Pressing gegen die Scheibe und gegen den Körper. Constantin Braun und DEG-Spieler Alexander Karachun tauschten in der vierten Minute die ersten Nettigkeiten aus und durften ihr Gespräch auf der Strafbank weiterführen, ein frühe Überzahlsituation konnte seitens der Pinguine nicht nur nicht ausgenutzt werden, ohne Mirko Sachers Monster-Backcheck in der sechsten Minute hätte es an Schlussmann Marvin Cüpper gelegen, den Super-Gau des Berlin-Spiels – ein Powerplay-Gegentor – nicht zu wiederholen.

Wenig später zeigten die Düsseldorfer dann ihre Powerplay-Fertigkeiten. Über Umwege prallte die Scheibe nach einem Schuss von Daniel Fischbuch an den Schlittschuh Ken Andre Olimbs und von dort ins Tor. Für die Schiedsrichter nach Studium des Videobeweises war jedoch keine Kick-Bewegung erkennbar und das Tor zählte.

Eingeschüchtert von diesem Gegentor mussten die Pinguine leider weiterhin verteidigen und taten dies eher schlecht als recht. Eine weitere Überzahl, ein weiteres Tor durch die DEG in Person Jerome Flaakes, der vor dem Tor einen Schuss Marco Nowaks abstaubte und zum 0:2 aus Sicht der Pinguine einschob. Auch das dritte Tor der DEG entstand aus einer Unkonzentriertheit in der Abwehr. Daniil Valitov spielte die Scheibe ohne Not blind hinter dem Tor genau auf den Schläger Matthias Froms, der Karachun mustergültig bediente und dieser das Geschenk gerne annahm. Enttäuschung und Frust machten sich breit. Doch was auch immer Cheftrainer Mihails Svarinskis in der Kabine sagte, schien bei der Mannschaft anzukommen! Svarinskis stellte die Reihen um, wechselte den 17-jährigen Nikita Quapp, der erst am Vorabend aus Ravensburg ankam, ein und sah in der Folge eine deutlich aggressivere Mannschaft zu Werke gehen. Das spiegelte sich leider vorerst nicht auf der Anzeigetafel wider, aber zumindest in der Körpersprache. Quapp, machte ob seiner 17 Jahre eine ruhige Figur, wehrte einige schwierige Schüsse ab, beispielsweise in der 26. Minute als ein DEG-Spieler frei vor ihm auftauchte und er den Schuss lässig mit der Stockhand parierte. Diese Ruhe half auch der Mannschaft dabei Offensivaktionen zu kreieren. So belohnten sich die Seidenstädter in der 33. Minute dann endlich selbst! Captain Martin Schymainski tanzte in der Eck mit einem schnellen Haken einen Düsseldorfer Verteidiger aus, spielte Lucas Lessio hinter dem Tor an, der den Puck schnell weiter vor das Tor auf den Schläger des Youngsters Alex Blank brachte – der Anschluss!

Leider war es das dann mit den Toren im zweiten Drittel, was nicht am Willen der Mannschaft lag, sondern eher an der fehlenden Kaltschnäuzigkeit vor dem Gehäuse des DEG-Schlussmannes Mirko Pantkowskis. Leon Niederberger verfehlte in Überzahl das leere Tor, Lessio vergab eine aussichtsreiche 3-auf-1-Situation in der Schlussminute des Mittelabschnitts. Im letzten Drittel hieß es dann „ganz oder gar nicht“. Nach wenigen Minuten war die Antwort auch schon gefunden. Innerhalb von 38 Sekunden erzielten Routinier Alexander Barta in Überzahl und Alexander Ehl ab der 42. Minute die Tore vier und fünf für die DEG. Der kleine Hoffnungsschimmer, der sich den Schwarz-Gelben durch das eigene Powerplay-Tor in der 46. Minute anbot, als Martins Karsums einen Schuss Lessios für sein erster Tor im Pinguine-Dress abfälschte, erlisch spätestens durch das Powerplay-Tor der DEG in der 53. Minute. Nicholas Jensen per One-Timer über die Schulter Quapps.

Den Schlusspunkt setzten dann nochmal die Hausherren mit einem weiteren schön herausgespielten Powerplay-Tor in der 59. Spielminute. Brett Olson war es der auf Zuspiel Martins Karsums und Laurin Brauns zum 3:6-Endstand vollendete.

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