4:5 – Starke Krefelder haben nach Overtime gegen Bremerhaven das Nachsehen

Clark Donatelli war nach dem Spiel überrascht, als man ihm erklärte, wie schlecht die Punkteausbeute gegen unsere Norddeutschen Namensvetter aus Bremerhaven wirklich ist.

In der Tat war über weite Strecken des Spiels davon auch nichts zu erkennen. Letztlich erkämpfen sich die Krefeld Pinguine zuhause einen verdienten Punkt, welcher durchaus hätte verdoppelt oder verdreifacht werden können. Den besseren Start ins Spiel erwischten die Krefelder. Mit einigen guten Wechseln drängten die Schwarz-Gelben die Gäste aus dem Norden ins eigene Drittel zurück und belohnten sich für den guten Start in Person Tom-Eric Bapperts. Dieser schaltete sich mit in die Angriffsbemühungen ein und vollendete die Vorlage von Lucas Lessio zu seinem ersten Saison- und Karrieretor in der PENNY DEL.

Danach kam Bremerhaven jedoch besser ins Spiel und erspielte sich seinerseits gute Chancen. In der neunten Minute fand die Scheibe dann das erste Mal das Netz hinter Marvin Cüpper, der heute wieder als Starter der Pinguine fungierte. Doch gegen den Schuss zwischen die Beine des 27-jährigen wurde sofort Einspruch erhoben und im Videobeweis war in der Tat zu erkennen, dass Cüpper im Torraum behindert wurde und dem Tor wurde die Gültigkeit aberkannt. Die Führung der Pinguine hielt letztlich leider nur zwei weitere Minuten als Lucas Lessio wegen Hakens hinausgestellt wurde. Alexander Friesen traf auf Zuspiel Niklas Andersens, dessen erster Schuss vom Pinguine-Schlussmann nicht festgehalten werden konnte.

Doch die Körpersprache der Pinguine war anschließend unverändert gut! Ivan Petrakov mit ansehnlicher Einzelaktion zum Tor in der 13. Minute, Fishtown-Schlussmann Brandon Maxwell lässt sich auf den Bauch fallen, hat keine Kontrolle über die Scheibe und wird mit einem Pfiff des Schiedsrichters belohnt, ehe Nikita Shatsky die Scheibe über die Linie brachte. Ein ärgerlicher, weil unnötig früher Pfiff des Hauptschiedsrichters, der eine erneute Führung der Pinguine vorerst verhinderte. So ging es aber unentschieden ins zweite Drittel, welches mit einem Knall beginnen sollte. In Unterzahl klären die Krefelder die Scheibe durch Martin Schymainski, der dann auf Höhe der Strafbank hart und unfair gecheckt wurde. Das Resultat waren 2 + 10 Minuten für Andersen wegen Checks von Hinten und ein wütender Pinguine-Kapitän, der jedoch unbeschadet weiterspielen konnte. Auf das nächste Tor mussten wir bis zur 25. Spielminute warten. Das Powerplay der Hausherren ging an die Arbeit und auch wenn das Werk letztlich etwas unkonventionell zustande kam, war es Brett Olson, der sich an den Bande durchsetzte und auf Zuspiel Martins Karsums und Mirkos Sachers den Puck über die Fanghand des deutsch-amerikanisch-kanadischen Schlussmanns Maxwell ins Tor der Nordlichter schoss.

31 Sekunden später der nächste Treffer der Pingiune vom Niederrhein. Dieses Mal war Lucas Lessio der Profiteur eines Schusses von Maxi Gläßl war, der zwar vorbei ging, jedoch durch Niklas Postel erneut vor das Tor gebracht wurde, und dort vom Kanadier vollendet wurde – 3:1 Krefeld. „Das ging schnell,“ dachten sich vermutlich auch die Pinguins und gingen ihrerseits zum Angriff über. Cüpper zeigte in dieser Phase jedoch einige starke Paraden. Seine beste in der 28. Minute als er Miha Verlics Pass auf Jan Urbas laß und dem Slowaken schnell mit der rechten Schiene die Tür vor der Nase zuschlug. Doch der Druck der Bremerhavener sorgte für Fehler beim jungen KEV-Team. So glichen die Nordsee-Pinguine ihrerseits ebenfalls mit einem Doppelschlag in der 35. Minute aus. Erst Stanislav Dietz auf Zuspiel Urbas und Jeglics, dann Urbas selbst nach Vorlage Ziga Jeglics. 3:3 der Pausenstand. Das letzte Drittel mit dem besseren Start für Bremerhaven. Andersen, nach seiner 10-Minuten-Strafe wieder im Spiel, nutzte in der 43. Minute das Durcheinander in der KEV-Abwehr aus und schoss die Scheibe schnell vorbei an Cüpper, bevor dieser überhaupt wusste, wo die Scheibe war.
Doch wo sich in den letzten Wochen Resignation breit gemacht hätte, zeigten die Jungs Kampfgeist und arbeiteten sich verdientermaßen zurück ins Spiel – und das ausgerechnet wieder in Überzahl. Alex Blank brachte die Scheibe vor das Gehäuse der Gäste und sorgte damit für Chaos. Sowohl Artur Tyanulin als auch Brett Olson kriegen irgendwie ihre Schläger an den Puck, der dann letztlich von Martins Karsums in Tor gestochert werden konnte. Der Ausgleich, der den Krefeldern einen verdienten Punkt einbringen sollte.

Mehr wollte jedoch auch am gestrigen Abend nicht drin sein. Denn in der Verlängerung zeigten, die Fishtown Pinguins, warum ihr Powerplay eines der stärksten der Liga ist. Den vermehrten Spielraum bei 4 gegen 3 nutzte letzten Endes Jan Urbas aus, um den Pinguinen den Traum des ersten Heimsiegs der Saison zunichte zu machen. Alles in allem darf man aber über einen Punkt gegen den Angstgegner, ob der Leistungssteigerung in den letzten Spielen, zufrieden sein.

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