Kripo warnt vor gefälschten Immobilienanzeigen und Identitätsdiebstahl

Die Kriminalpolizei warnt vor einer Masche, mit der Betrüger in Krefeld seit letzter Woche gehäuft an die Ausweisdaten ihrer Opfer gelangen, um damit Straftaten zu begehen.

Auf bekannten Online-Plattformen bieten Betrüger Immobilien zum Verkauf an, die es entweder nicht gibt oder die in Wahrheit nicht zum Verkauf stehen und dem vermeintlichen Anbieter gar nicht gehören. Auch Interessenten, die selbst in Anzeigen nach einem neuen Haus suchen, wurden von den Tätern schon mit solchen Fake-Angeboten kontaktiert. Die Opfer sollen dem Betrüger dann eine Kopie ihres Personalausweises zuschicken, angeblich für die Unterlagen eines Immobilienmaklers.

In einigen Fällen wurden sie zudem um eine Anzahlung gebeten. Seit letzter Woche hat die Polizei in Krefeld bereits 12 Fälle dieser Art registriert, unter anderem mit einem im Forstwald vermeintlich zum Verkauf stehenden Haus. "Mit der Kopie und den Daten des Ausweises können die Täter Smartphones bestellen, alle möglichen Verträge abschließen, Bankkonten eröffnen, sich als vertrauenswürdiger Verkäufer präsentieren oder sich in Onlineshops anmelden", warnt Heinz Siemes, Erster Kriminalhauptkommissar und Leiter des zuständigen Krimimalkommissariats 12. "Sie kaufen dann zum Beispiel unter dem Namen ihres Opfers Ware im Internet und leiten den Versand auf eine andere Adresse um." Weil es in Zeiten von Corona und Abstandsgebot für Betrüger schwieriger geworden sei, sich Personalausweise durch Taschendiebstähle zu beschaffen, versuchten sie es nun auf anderen Wegen, so Siemes. Er rät deshalb, Fremden niemals Ausweisdaten oder gar Kopien des Ausweises zuzusenden und bei Immobilienangeboten genau hinzusehen.

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