Bremer Shakespeare Company mit einer Aufführung in Krefeld

Der Flüchtlingsbewegung aus Osteuropa nach 1918 begegneten weite Teile der deutschen Politik und Gesellschaft ablehnend - auch in Bremen. Forderungen nach Schließung der Grenzen, nach Abschiebung von Flüchtlingen oder Einrichtung von Internierungslagern wurden immer lauter, das Reden über „Ausländerflut", „Überfremdung" und „lästige Ausländer" war weit verbreitet. Wer ist „nützlich" und darf bleiben, wer ist „lästig" und muss gehen? Diese Zuschreibungen entscheiden über die Zukunft der Geflüchteten. Die Lesung präsentiert Dokumente, die einen Einblick vermitteln in die Debatte über die Zuwanderung aus Osteuropa. Sie zeigen, wie der Bremer Senat Ausweisungen und Abschiebungen von Geflüchteten praktiziert hat. Auch der Umgang mit den russisch-jüdischen Familien, die Ende 1923 in der Hansestadt strandeten, als die USA die Erfüllung der Quote für solche Immigranten verkündeten, wird dokumentiert.

Die Aufführung ist eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt und der NS-Dokumentationsstelle Krefeld in der Villa Merländer in Kooperation mit dem Verein Werkhaus und der Universität Bremen. Die Eintrittskarte kostet sieben Euro und ist über das Werkhaus/den Südbahnhof zu erhalten. Kartenreservierung ist möglich unter www.werkhaus-krefeld.de.

Foto: Menke

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