Idahobit: Veranstaltung am Platz an der Alten Kirche

Alljährlich am 17. Mai wird weltweit der „Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (Idahobit) begangen, um auf die Missstände in der Behandlung von Menschen hinzuweisen, die nicht dem heteronormativen Geschlechterverständnis entsprechen.

Erstmals gibt es dazu am kommenden Freitag eine Veranstaltung in Krefeld. Das offizielle Programm findet auf einer Bühne auf dem Platz an der Alten Kirche statt. Bürgermeisterin Gisela Klaer eröffnet um 15 Uhr die Veranstaltung, ehe ein DJ für Stimmung sorgt. Um 16 Uhr folgen Interviews, danach geht es mit Musik ins Wochenende. „Krefeld war schon immer eine weltoffene und tolerante Stadt.

In früheren Jahrhunderten konnten Menschen hier sesshaft werden, die anderswo nicht akzeptiert wurden. Dass das noch immer so ist, wollen wir nun erneut zeigen", sagt Michael Schmeink. Er kümmert sich innerhalb der Stadtverwaltung um den Roze Zaterdag und das Roze Jahr, in das die Aktion nun eingebunden ist.Regenbogen-Flaggen hängen am 17. Mai am Rathaus, am Stadthaus und den Bezirksrathäusern in Hüls, Traar, Fischeln, Bockum und Uerdingen. Zusätzlich wurden auf 60 Stück limitierte regenbogenfarbene Krawatten aus Seide produziert und 3000 passende Buttons gestanzt. Überall wird der Slogan „Krefeld 175" zu sehen sein. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Neben der Erinnerung an das Ende der Definition als Krankheit durch die WHO ergeben sich bei dem Datum auch Parallelen zum ehemaligen Paragrafen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, der sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Der 17. Mai wurde und wird noch immer spöttisch als „Feiertag der Schwulen" bezeichnet.

Schlau-Team ist in Schulen unterwegs

Damit dies in Zukunft nicht mehr geschieht, ist Pia Günther mit ihrem Schlau-Team an Krefelder Schulen unterwegs und auch beim Idahobit-Tag an der Alten Kirche vor Ort. Das bei der Aidshilfe angesiedelte Schulaufklärungsteam kommt in den Unterricht und spricht mit Jugendlichen über Diskriminierung, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Vielfalt sowie über das Leben von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Inter-Personen. Es hinterfragt Vorurteile und soziale Rollenbilder und diskutiert die Bedeutung und Auswirkung von Diskriminierung. „Wir berichten auch über eigene Erfahrungen im Umgang mit unserer sexuellen Identität. Hier und da, gerade bei jüngeren Schülern, gibt es noch Vorurteile. Viele wissen einfach nicht, dass es neben der Liebe zwischen Mann und Frau auch noch andere Arten von Liebe gibt, die vollkommen normal sind. Am Ende unseres Besuch haben wir diese Vorurteile meist behoben", sagt Pia Günther.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

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