Stellungnahme zur Sanierung des Grotenburg-Stadions

Der KFC Uerdingen hat in der vergangenen Woche erklärt, dass er den Spielbetrieb in der 3. Liga für die Saison 2019/20 in Angriff nehmen wird.

Die Stadtverwaltung Krefeld begrüßt diese Entscheidung und freut sich mit dem KFC und seinen Fans, dass das Projekt Profifußball trotz einiger Rückschläge in jüngster Zeit konsequent weiterverfolgt wird. Was die Sanierung der Grotenburg betrifft, ist jedoch auf einige Tatsachen hinzuweisen: Der Ratsbeschluss zur Ertüchtigung des Stadions im Hinblick auf die 3. Liga datiert vom 26. November 2018. Schon einen Monat zuvor war der Verein mit dem Wunsch an die Stadtverwaltung Krefeld herangetreten, eine gemeinsame Stadiongesellschaft zu gründen.

Hintergrund dieser Idee war einerseits eine Beschleunigung der Baumaßnahmen, andererseits eine weitergehende Sanierung mit Blick auf einen möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zwischen Oktober 2018 und Mai 2019 gab es zu diesem Thema zahlreiche Gesprächstermine zwischen Vertretern des KFC Uerdingen und der Stadt Krefeld, zum Teil mit externer Beratung und Begleitung. An diesen Gesprächen haben zum Teil auch Oberbürgermeister Frank Meyer, Stadtkämmerer Ulrich Cyprian und der Präsident des KFC Uerdingen, Mikhail Ponomarev, teilgenommen.

„Letter of Intent" lag Ende Januar vor

Ende Januar lag eine unterschriftsreife vertragliche Grundsatzvereinbarung („Letter of Intent") vor, der die Basis für die Gründung der Stadiongesellschaft bilden sollte. Am 28. Januar 2019 wird Mikhail Ponomarev in der Rheinischen Post dazu wie folgt zitiert: „Unser Ziel ist es, eine gemeinsame GmbH zu gründen, und wir stehen kurz vor der Vereinbarung." Dieser Eindruck wurde auch bei der Stadt Krefeld geteilt. Am Folgetag ging deshalb ein Brief an alle Ratsfraktionen, in dem der aktuelle Sachstand geschildert wurde. Am 9. Mai 2019 hat der KFC Uerdingen die Stadt Krefeld darüber informiert, dass aufgrund veränderter Rahmenbedingungen die Gründung einer Stadiongesellschaft nicht länger gewünscht sei und die Stadt die Sanierung der Grotenburg nun doch wie ursprünglich geplant umsetzen solle. Allerdings ist durch die Verhandlungen seit Oktober 2018 inzwischen ein halbes Jahr verstrichen. Unabhängig von den aktuellen Gesprächen mit dem KFC Uerdingen hat das städtische Gebäudemanagement bereits zahlreiche Maßnahmen an der Grotenburg in Angriff genommen. Für die Südtribüne wird mit einem Gutachter ein Brandschutz- und Entfluchtungskonzept erstellt. Weitere Themen sind unter anderem die Lüftungsanlage der Funktionsräume, die akustische Anlage im Stadion, das Netzwerk und die Telekommunikation, die Beleuchtung, die Flutlichtanlage, die Betonsanierung am Dach der Nordtribüne und die Außenanlagenentwässerung. Begleitend finden fast täglich Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen statt, welche der allgemeinen Bauunterhaltung dienen. Hier kann als Beispiel die Elektroanlage und die Trinkwasser-Hygiene genannt werden.

Grotenburg so schnell wie möglich für den Spielbetrieb in der 3. Liga sanieren

Nach dem angekündigten Ende der Verhandlungen über die Gründung einer Stadiongesellschaft wird die Stadtverwaltung Krefeld nun alles daran setzen, die Grotenburg so schnell wie möglich für den Spielbetrieb in der 3. Liga zu sanieren. Weiterhin werden auch die Trainingsbedingungen überall dort verbessert, wo die Stadt zuständig ist, so etwa beim Kunstrasenplatz neben der Grotenburg. Sollte der KFC Uerdingen nochmals Gespräche über die Gründung einer gemeinsamen Stadiongesellschaft aufnehmen wollen, steht die Stadtverwaltung dafür zur Verfügung. Oberbürgermeister Frank Meyer erklärte zur aktuellen Lage rund um den KFC Uerdingen: „Jeder weiß, dass mir der KFC Uerdingen und das Projekt Profifußball am Herzen liegen. Der Rat der Stadt Krefeld hat sich zu seiner Verantwortung für die Grotenburg bekannt - und dieser Verantwortung werden wir in dem dort beschlossenen Rahmen nachkommen. Allerdings gibt es rechtliche, rationale und ethische Grenzen für das Engagement einer Stadt im gewinnorientieren Geschäft Profifußball. Diese Grenzen werden wir im Sinne unserer Gesamtverantwortung für die Stadt Krefeld selbstverständlich respektieren."

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

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