Rat trifft Grundsatzbeschlüsse für die Zukunft des Krefelder Sports

Der Rat der Stadt Krefeld ist wie erwartet der Empfehlung des Sportausschusses gefolgt und hat mehrheitlich verschiedene Grundsatzbeschlüsse getroffen, um die Sport-Infrastruktur der Stadt zukunftsfähig zu machen.

Die Beschlüsse sind aus der anderthalbjahrelangen Arbeit der Sportstättenkommission hervorgegangen. Hier hatten drei Arbeitsgruppen mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Bürgerschaft sowie externen Experten die Komplexe „Sportfreianlagen, Sporthallen und Sonderbauten" auf Bedarf und Zustand durchleuchtet.Der Rat beschloss die Entwicklung einer „heterogeneren Freianlagenlandschaft" mit vielfältigen, variantenreichen und innovativen Nutzungsmöglichkeiten unter sozialen Aspekten.

In der Arbeitsgruppe Sportfreianlagen wurde deutlich, dass die Anlagen am Rundweg in Uerdingen, am Reinersweg, in Traar und in Elfrath als zukunftsfähig anzusehen sind, nicht aber die Anlagen in Linn, am Schroersdyk, in Gellep, im Kaiser-Wilhelm-Park und an der Randstraße in der aktuellen Nutzung. Die als zukunftsfähig bewerteten Sportfreianlagen Reinersweg, Traar und Elfrath sollen daher unter Berücksichtigung der Bedarfe für Vereinssport und Schule modernisiert werden. Auf der als zukunftsfähig bewerteten Sportfreianlage Rundweg in Uerdingen soll es zu einer Weiterentwicklung zur Verbesserung des Schulsportangebots auf den dortigen Flächen kommen, hier wird es zudem eine Standortprüfung geben, da eine Sporthalle in dem Bereich als erforderlich angesehen wird. Aufgrund der seitens der aktuellen Vereinsnutzer der Anlagen am Rundweg, in Linn und Gellep erklärten Bereitschaft, zukünftig auf einer neuen Sportanlage im Krefelder Südosten zu spielen, soll hierfür intensiv in eine Standortsuche eingestiegen werden.

Für die Bezirkssportanlage Schroersdyk soll ein Nutzungskonzept erstellt werden, mit dem Ziel der Modellierung der Freianlage als quartiersnahe Bewegungsfläche - mit oder ohne den ansässigen Verein Viktoria Krefeld. Auch für die Bezirkssportanlagen Randstraße und Kaiser-Wilhelm-Park soll es Nutzungskonzepte unter Berücksichtigung der sich aus der Bevölkerungsbefragung ergebenden Bedarfe zur quartiersnahen Öffnung geben.In Bezug auf die 81 Sporthallen in Krefeld sollen die Bedarfe der Schulen ermittelt werden und auf dieser Basis die aktuellen und zukünftigen Auslastungen der Hallen bestimmt werden. Um zu prüfen, ob und wie die Hallen ausgelastet sind, wird eine elektronische Messung durchgeführt. Durch eine Befragung der Bevölkerung und der Vereine im Herbst 2020 wird ermittelt, welche Nutzergruppen bislang benachteiligt waren, und wie dies verbessert werden kann. Wegen fehlender Kapazitäten im Krefelder Osten rückt ein Hallenneubau in Uerdingen in den Vordergrund, für den es eine Standortanalyse geben soll. Der Grundsatzbeschluss sieht zudem vor, Defizite und Überangebote an Sporthallen hinsichtlich des Ausgleichs der Hallenbedarfe zwischen den Bezirken Mitte, West und Nord zu prüfen. Im Fall nicht gedeckter Bedarfe sind aus Sicht der Verwaltung Standortanalysen für Sporthallenneubauten zu erstellen und Neubau- und Sanierungsmaßnahmen zu priorisieren und entsprechend haushalterisch anzumelden. Weiter soll die Ausstattung jeder Halle untersucht und eine zeitgemäße Benutzungs- und Entgeltordnung erarbeitet werden.Für die Bäder wurde beschlossen, dass die Bäderleitplanung Basis aller weiteren Maßnahmen ist. Aus ihr geht hervor, dass ein Bad der Grundversorgung für Schul- und Vereinsschwimmen benötigt wird. Dafür werden die Standorte Westparkstraße, hier in Kombination mit dem Neubau eines Eissportangebotes, und Badezentrum Bockum geprüft. Ebenso wird das Angebot eines Freizeitbades für eine vermehrte Nutzung durch die Öffentlichkeit als notwendig angesehen - auch hier erhofft sich die Verwaltung weitere Erkenntnisse durch die geplante Bürgerbefragung. Der Rat schloss sich mehrheitlich der Verwaltungsmeinung an, dass die Sanierung und Modernisierung des bestehenden Hallenbades am Badezentrum Bockum zu einem Bad der Grundversorgung technisch und wirtschaftlich nicht umsetzbar ist. Von dieser Variante ist daher Abstand zu nehmen. Dagegen soll das Freibad in Bockum saniert werden und auch in Hüls soll es bald wieder ein Freibad geben. In der schon erwähnten Befragung der Bevölkerung und der Vereine soll auch der Bedarf des zukünftigen Angebotes an Eissportflächen ermittelt werden. Hier gibt es, anders als zum Beispiel im Bereich Schwimmen, keine gesetzlichen Vorgaben für ein Eissport-Angebot für Schüler. Der Bedarf bemisst sich daher nach Vereins- und Öffentlichkeitsansprüchen. Das Eissportangebot soll für Schulen und Öffentlichkeit jedoch vermehrt geöffnet werden.

Der Rat forderte die Verwaltung zudem auf, die für die Grundsatzbeschlüsse und Maßnahmen benötigen personellen und finanziellen Ressourcen zu ermitteln und anzuzeigen.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

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