Stumpf-Sinn: Baumgalerie auf der Promenade ist bald fertig

Gut einen Monat nach der Eröffnung der Krefelder Promenade haben Bürger, Vereine und Institutionen fast alle zerstörten Bäume entlang der Strecke kreativ umgestaltet.

Wie das Stadtmarketing mitteilt, wurden 22 von 28 Stämmen bereits in kleine Kunstwerke verwandelt - die restlichen sechs folgen in den kommenden Tagen. Einige Arbeiten wurden inzwischen erneut durch Zerstörung in Mitleidenschaft gezogen, aber davon lassen sich weder die Organisatoren noch die kreativen Krefelder entmutigen. Aus der Promenade ist eine bunte Baum-Galerie geworden - und ein Zeichen, dass sich Krefeld von Vandalismus nicht beeindrucken lässt.

Die Aktion „Stumpf-Sinn" war ins Leben gerufen worden, um die Überreste von rund 30 zerstörten Bäumen an der Promenade umzugestalten. Die jungen Pflanzen waren in der Nacht vor der Eröffnung des Radwegs am 2. August von Unbekannten angesägt worden. Sie mussten aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden - nur ein paar Stümpfe erinnerten noch an ihre Existenz. Um die Stämme optisch aufzuwerten und dem Baumfrevel etwas entgegenzusetzen, rief das Stadtmarketing Krefelder Vereine, Initiativen, Unternehmen, Familien und Freundeskreise dazu auf, jeweils einen Stumpf kreativ zu bearbeiten.

Warteliste musste gebildet werden

Daraufhin liefen mehr als 30 Rückmeldungen beim Stadtmarketing ein: Sogar eine Warteliste musste gebildet werden. Die Teilnehmer kommen aus der Kunstszene, von Krefelder Schulen und aus lokalen Unternehmen, aber auch Privatpersonen und ganze Familien mit Oma, Opa und Enkeln haben sich bei der Aktion engagiert. Entsprechend groß ist die Vielfalt der Kunstwerke, die nun die Promenade zieren: Zwei Männchen auf einem Pfahl, ein Flamingo mit einem Ei als Nachwuchs, ein Stumpf als großes Streichholz und eine Krieewelsche Krähe sind ebenso vertreten wie Friedenssymbole, ein Regenbogen, ein Insektenhotel und Botschaften gegen Umweltzerstörung. Die Baumgalerie zieht aktuell viele Besucher zur Promenade, die den neuen Sinn in den Stümpfen mit eigenen Augen entdecken möchten.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

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