Drei Appartements für die Eltern: Erweiterung des Konzeptes der Kinder- und Jugendhospizarbeit

„Elternwohnungen sind ein Element im Konzept der Kinder- und Jugendhospiz-Arbeit.

Ohne die alte Wohnmöglichkeit negativ sehen zu wollen, sind wir trotzdem froh, dass wir jetzt in unserem neuen Mutterhaus für die Eltern angemessenere Wohnmöglichkeiten schaffen konnten“: Diane Kamps, Oberin der DRK-Schwesternschaft Krefeld, stellte jetzt im kleinen Kreis die drei neuen Eltern-Appartements im Erdgeschoss des Schwesternschafts-Gebäudes an der Jakob Lintzen-Straße 3 vor.

Der Neubau liegt direkt gegenüber dem stups-KINDERZENTRUM mit Kinder- und Jugendhospiz sowie inklusiver Großtagespflege und Kita. Die Appartements können seit Anfang Juli genutzt werden: Die Eltern / Familien der Hospiz-Kinder können dort in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihrem Kind wohnen, sind jederzeit erreichbar und haben doch eine gute Möglichkeit, eine Auszeit von der Pflege des schwersterkrankten oder behinderten Kindes zu erhalten und sich zu erholen. „Diese Wohnmöglichkeit ist wichtig, weil das Einzugsgebiet der Kinder- und Jugendhospize meist groß ist. Die Eltern haben die Freiheit, ein Hospiz zu wählen, das sie als für ihr Kind und dessen Bedürfnisse passend erachten. So haben wir zum Beispiel Eltern, die aus Köln, Viersen oder Reutlingen kommen und dann hier Ausflüge machen, während wir uns um ihr Kind kümmern“, schildert Diane Kamps. Schon kurz nach Bekanntwerden der neuen Wohnmöglichkeiten hat es Anfragen von Eltern gegeben. Bedingt durch die Corona-Einschränkungen war in den vergangenen Monaten der Reisewunsch der Eltern nicht so groß, aber das werde sich sicher im Herbst ändern. „Ausdrücklich möchte ich mich bei der Wohnstätte Krefeld bedanken, die uns bisher eine Wohnung im benachbarten Gebäude vermietet hat. Das war eine sehr gute Lösung für die Anfangsphase des stups-KINDERZENTRUMs“, betont sie. Der Wohnungszuschnitt bedingte allerdings die gemeinsame Nutzung von Küche und Bad durch zwei Familien, „das ist einfach nicht so schön mit Blick auf den Wunsch nach Privatsphäre für die Eltern“, so Kamps.

Die Elternwohnungen konnten dank der Hilfe mehrerer Spender modern und bequem eingerichtet werden. Jedes Appartement hat einen Wohn-/Schlafbereich mit Arbeitsmöglichkeiten, Badezimmer und Toilette, und eine Küchenzeile. Ein Appartement verfügt zudem über einen Schlafraum mit eigenem Bad für ein Geschwisterkind. Auch eine großzügige Terrasse konnte für die Eltern- Appartements durch die Spenden geschaffen werden. Zur Vorstellung der Eltern- Appartements kann die DRK-Schwesternschaft Krefeld auch Oberbürgermeister Frank Meyer begrüßen. Er freute sich über die Verbesserung der Gesamtsituation für die Familien: „Wer sein Kind ins Hospiz bringen muss, geht einen unvorstellbar schweren Weg. Dank der neuen Appartements bekommen die betroffenen Eltern nun zumindest mehr Privatsphäre und ein schönes Wohnumfeld. Das hilft nicht über den Schmerz hinweg, erleichtert aber womöglich die letzten Tage und Wochen. Ich danke der DRK-Schwesternschaft und den Spendern für diese sinnvolle Neuerung. Die Arbeit, die im Hospiz geleistet wird, kann man nicht hoch genug einschätzen."

Die Spender:
• Abschied hoch2 (Oscar Deecke und Linus Butt mit Hockey gegen Krebs)
• Bätge Stiftung
• Lions-Hilfsfonds Krefeld Gelduba e.V.
• Fa. Segro
• Industrie-Vereinigung Krefeld

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