Sieben Krefelder in Landesrunde der Matheolympiade

Marcus Heinrich, Regionalkoordinator der Mathematikolympiade der weiterführenden Schulen für Krefeld und Lehrer am Hannah-Arendt-Gymnasium, konnte nach dem Abschluss des Regionalwettbewerbs nun die Schüler beglückwünschen, die für Krefeld im kommenden Jahr am Landeswettbewerb teilnehmen dürfen.

Die sieben Qualifizierten für die Landesrunde sind: Frederik Hesse, Marienschule, Klasse 5, Platz 1; Ksenia Maisinger, Marienschule, Klasse 5, Platz 2; Ilinca Manole, Gymnasium Fabritianum, Klasse 6, Platz 1; Simon Franzes, Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium, Klasse 7, Platz 1; Silja Emse, Ricarda-Huch-Gymnasium, Klasse 7, Platz 2; Khang Nguyen, Marienschule, Klasse 8, Platz 1; Florian Arndt, Hannah-Arendt-Gymnasium, Stufe EF/10, Platz 1.

Den Stadtsieg errang Florian Arndt. Er nahm bereits an verschiedenen landesweiten mathematischen Akademien teil und ist seit dem fünften Schuljahr ein regelmäßiger Teilnehmer an den Krefelder Mathematik-Wochenenden, welche traditionell im Februar stattfinden. In Krefeld wird die Matheolympiade von der Stadt, den Stadtwerken (SWK), der Sparda-Bank und der Bürgerstiftung unterstützt. Die bundesweite Schirmherrschaft hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Mathematik-Olympiaden in Deutschland gibt es seit dem Schuljahr 1961/1962, damals in der DDR. Ausgangspunkt waren die Internationalen Mathematik-Olympiaden, die 1959 erstmals in Rumänien stattfand. Es begann mit sieben teilnehmenden Ländern (aus dem Ostblock). Daraus entwickelte sich inzwischen ein nahezu weltweiter Wettbewerb, der mehrstufig mit altersspezifischen Aufgaben abläuft. Die Stufen zwei bis vier werden als Klausurwettbewerbe durchgeführt. Dabei ist die „Sport"-Komponente, also ein unmittelbarer Wettstreit mit anderen und das Zusammenkommen von Gleichgesinnten besonders wichtig. Die deutsche Mathematiker-Vereinigung, der Verband zur Förderung des MINT-Unterrichts (MNU) und die gemeinnützige GmbH Bildung und Begabung sehen beide Wettbewerbe gleichermaßen als wichtig und förderungswürdig an und unterstützen dies entsprechend.

Während die internationale Mathematikolympiade (IMO) ständig neue Teilnehmende findet (die 58. IMO in Brasilien 2017 hatte eine Beteiligung von insgesamt 615 Schüler aus 111 Ländern), nehmen auch in NRW und Krefeld stabil viele Schüler am Wettbewerb teil. So erreicht der Wettbewerb in NRW rund 16.000 Teilnehmende ohne Berücksichtigung des Grundschulwettbewerbs. In Krefeld nehmen seit einigen Jahren etwa 600 Schüler an der ersten Runde und stets über 100 (aktuell 123) an der zweiten Runde teil. Rund 30 Lehrkräfte begleiten den Wettbewerb als Organisatoren, Aufsichten und Korrektoren und korrigieren die Arbeiten der ersten und zweiten Runde. Seit 14 Jahren fördert die Region Krefeld im Rahmen des Förderwochenendes ihre Talente und kann durch die konstante Arbeit in der Regel sieben Teilnehmende zur Landesrunde schicken.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

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