Schwache Specialteams bringen 0:5 in Berlin

Die letzte Auswärtspartie des Jahres bei den Eisbären Berlin verloren die Krefeld Pinguine am Montagabend mit 0:5 (0:1, 0:2, 0:2).

Dabei waren vor allem zu viele vergebene Chancen in Überzahl nebst einem Unterzahltor der Eisbären entscheidend für den Ausgang. Die Schwarz-Gelben bleiben damit auch nach dem dritten Spieltag der DEL-Saison ohne Punkte. Bei den Pinguinen begann erstmals im dritten Saisonspiel Marvin Cüpper im Tor. Sergei Belov nahm auf der Bank Platz. Sein DEL-Debüt gab unterdessen Neuzugang Martins Karsums. Die erste richtig gute Gelegenheit der Partie hatten die Hausherren in der siebten Minute durch Haakan Hähnelt, aber Cüpper wehrte den Versuch aus kurzer Distanz ebenso ab, wie eine Minute später einen Schuss von Pierre-Cedric Labrie.

Im Gegenzug bekam Saponari die Scheibe in aussichtsreicher Position nicht unter Kontrolle und im erneuten Konter war es ausgerechnet der von Krefeld nach Berlin gewechselte Kris Foucault, der zum Schuss kam. Diesen wehrte Cüpper ab, doch den Nachschuss verwandelte der Torjäger durch die Beine Cüppers zur Führung der Hauptstädter. Die ganz große Chance zum Ausgleich hatten die Pinguine dann in der zehnten Minute. Artur Tyanulin scheiterte zunächst an Eisbären-Keeper Matthias Niederberger, die Scheibe aber lag im Torraum frei, doch Kristofers Bindulis verpasste den Nachschuss hauchdünn und die Verteidigung klärte. Die erste Überzahl der Pinguine gab es dann eine Minute später. Die Überzahl blieb ungenutzt, doch die nächste Tochance hatte in der 16. Minute Vinny Saponari, doch Niederberger wehrte den von ihm kurz vor dem Tor abgefälschten Puck ab. Jetzt hatten die Gäste Oberwasser und eine Zeigerumdrehung später scheiterte Pinguin Leon Niederberger an seinem Bruder im Tor der Eisbären. Die erste Überzahlchance der Eisbären brachte gut eine Minute vor der Pause die nächste gute Gelegenheit, doch Mark Zengerle verfehlte das Tor knapp. So ging es mit einem 1:0 für die Gastgeber in die erste Pause. Der zweite Durchgng begann mit einem frühen Powerplay für die Pinguine, doch Tyanulin scheiterte in diesem zunächst aus kurzer Distanz. So blieb auch diese Überzahlchance, ebenso wie eine weitere, ohne Torerfolg. Die Pinguine waren jetzt leicht feldüberlegen, doch die Eisbären waren im Konter stets gefährlich. Zweimal musste Cüpper eingreifen, zeigte sich dabei aber souverän. In der 33. Minute dann die nächste Überzahl für die Pinguine, die diese aber nicht zu nutzen vermochten – im Gegenteil! Ex-Pinguin Marcel Noebels kam zum Konter und spielte auf Matthew White in der Mitte. Dessen Schuss wurde abgefälscht und ging durch die Beine von Cüpper in die Maschen. Die Topchance zum Anschluss hatte dann in der 37. Minute Filips Buncis, der in einem weiteren Powerplay von Martin Schymainski perfekt in Szene gesetzt wurde und sofort abzog, doch Matthias Niederberger war mit einem überragenden Save zur Stelle. Eine Minute später war Lucas Lessio frei durch, brachte den Puck aber nicht an Niederberger vorbei. Im direkten Gegenzug war es Lucas Reichel, der frei vor dem Tor auftauchte, doch Cüpper wehrte ebenfalls ab. Doch kurz vor der Pause fälschte Mark Olver einen Torschuss von der blauen Linie unhaltbar ab und das Hartgummi schlug zum 3:0 der Hausherren ein. Kurz vor der zweiten Drittelpause bei angezeigter Strafe gegen Krefeld dann noch einmal die Topchance für Berlin, doch die Scheibe ging vorbei. So stand es nach zwei Dritteln 0:3 aus Pinguine-Sicht. Außerdem gingen die Gäste mit ihrem ersten Unterzahlspiel in den Schlussdurchgang.

Die Krefelder Unterzahl sah zunächst sehr gut aus, dann brachte Reichel die Scheibe in den Torraum. Zum Abpraller kam Leo Pföderl, blockierte die Scheibe mit der Hand und zog sie aus dem Gewühl, wo er sie mit einer Hand mit dem Schläger über die Linie drückte. Die Schiedsrichter diskutierten lange, zogen das Video zu Rate und entschieden am Ende auf Tor, obschon die Bilder andeuten, aber eben nicht klar zeigen, dass der Eisbären-Stürmer die Hand um die Scheibe geschlossen hatte. Damit war die Entscheidung in dieser Partie gefallen. Die Eisbären kontrollierten nun das Spiel und hatten in der 50. Minute in Überzahl die nächste gute Chance durch einen Lattentreffer von White. Die Pinguine hatten in der 52. noch einmal eine gute Chance, doch Bindulis versuchte es aus spitzem Winkel selbst, anstatt den mitgelaufenen Karsums zu bedienen. So war Niederberger zur Stelle. Eine Minute später parierte Cüpper einen gefährlichen Schuss und hatte dann Glück, als die Scheibe, die per Abpraller wieder aufs Tor kam, an diesem vorbei ging. Eine kuriose Szene gab es dann in der 57. Minute. Foucault stand nach einem Fehlpass plötzlich allein vor Cüpper und wurde von Daniil Valitov gefoult. Den fälligen Penalty aber gab es nicht, denn der Ex-Pinguin rutschte in den Krefelder Torwart, was ob des Fouls nicht strafwürdig war. White brachte den Abpraller wieder auf das Tor und die Scheibe fiel dem durch Foucault stark behinderten Keeper auf die Fanghand und rollte von dort zum 5:0 über die Linie. Damit war die am Ende deutliche Niederlage für die Pinguine perfekt.

Die letzte Begegnung des Jahres gibt es für die Schwarz-Gelben nun am Mittwoch, 30. Januar, ab 20:15 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Rheinischen Rivalen Düsseldorfer EG.

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