Startschuss für den Masterplan zum Elfrather See

Der Fachbereich Sport und Sportförderung hat mit einer Online-Konferenz in der vergangenen Woche den Startschuss zum Masterplan-Prozess „Erholungs- und Sportpark Krefeld (Elfrather See)" gegeben.

Ziel ist es, den Masterplan Ende des Jahres vom Stadtrat verabschieden zu lassen. An dem Prozess, der vom Sportausschuss im vergangenen Jahr angestoßen wurde, sind Bürgerschaft, Vereine, Schulen, der Stadtsportbund, Interessensverbände, die Politik und die Verwaltung beteiligt. Geleitet wird er vom Institut für Sportmanagement des Rhein-Ahr-Campus. Dieser verfügt bereits durch die Arbeit am „Sportentwicklungsplan Krefeld 2032" über hervorragende Kenntnisse der Krefelder Sportlandschaft und konnte diese durch die kürzlich durchgeführte Sportbefragung noch einmal ausbauen.

„Mit dem Masterplan wollen wir einen Neustart für das gesamte Gelände wagen, ohne dass wir die bisherigen Nutzungen aus den Augen verlieren", sagte Stadtdirektor und Sportdezernent Markus Schön zu Beginn der Konferenz. Bekanntlich soll ein Surfpark im nordöstlichen Bereich, betrieben durch einen privaten Investor, das Gelände ergänzen.Wie groß das Interesse an der Weiterentwicklung des Areals ist, zeigte sich an der hohen Resonanz: An der Online-Konferenz nahmen über 40 Personen teil und sorgten für ein breites Spektrum an interessanten Meinungen, Wünschen und Bedarfen. Der Wunsch nach einem „abwechslungsreichen und modernen Freizeitangebot mit Erlebnischarakter, eingebettet in die Natur" wurde ebenso geäußert wie die Reaktivierung des Badesees, einer beleuchteten Joggingstrecke und weiteren Spiel- und Sportmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, um einen hohen Aufenthaltswert für Familien zu bieten. Vielen war wichtig, dass bei allen möglichen Schritten die Natur und der Erholungswert des Elfrather Sees nicht leiden dürfe. Damit einhergehend wünschten sich mehrere Teilnehmende eine gute Anbindung des ÖPNV. Input erhielten die Teilnehmenden durch erste Ergebnisse aus der Sportbefragung, an der vor einigen Wochen insgesamt 3721 Krefelder teilgenommen hatten. Bezogen auf den Elfrather See wünschten sich dabei 21,3 Prozent eine Verbesserung der Wasserqualität, gefolgt von dem Bau des Surfparks (20,7 Prozent) und weiteren Freizeitaktivitäten (19,9 Prozent) - es waren Mehrfachnennungen möglich. Auf die Frage „Was gefällt Ihnen momentan besonders gut am Elfrather See?" gingen Wege, Natur sowie Ruhe und Erholung als häufigste Antworten ein. Im Gegenzug gehörten die Verschmutzung, der Umfang der Tierpopulation und der nicht zu nutzende Badesee zu den am meisten gegebenen Antworten bei dem, was nicht gefällt. Schwimmen, Laufen/Wandern und Rudern waren die am häufigsten gewünschten Freizeitaktivitäten am Elfrather See.„Wir wollen auf Basis des Masterplans mittelfristig das gesamte Erholungs- und Sportangebot am Elfrather See zielgerichtet erweitern, modernisieren und den aktuellen Bedürfnissen für Erholungssuchende und Sporttreibende, mit und ohne Vereinszugehörigkeit, anpassen. Mit der Umsetzung der Maßnahmen soll der Nutzwert für die Erholung und sportive Aktivitäten deutlich erhöht werden", erklärte Schön. Nach dem gelungenen Auftakt folgt in diesem Frühjahr ein Workshop mit dem Ziel eines ersten Planungsentwurfs. Dafür sollen alle Beteiligten vorab in einem Steckbrief ihre Bedarfe und Ideen mitteilen. Ein zweiter Workshop im Sommer soll den Plan bereits finalisieren, ehe er im Herbst vorgestellt wird.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation