Stadt Krefeld verteilt 87.000 Masken an bedürftige Menschen

Mit guten Nachrichten zum Thema Corona geht die aktuelle Woche zu Ende.

Nachdem die Sieben-Tages-Inzidenz bereits am Donnerstag unter 100 gefallen war und auch am Freitag dort verharrte, berichteten die Verantwortlichen der Stadt Krefeld auch von Fortschritten bei den Impfungen und beim Thema Masken. Laut Stadtdirektor Markus Schön erhält Krefeld vom Land rund 87.000 medizinische Masken zur Verteilung an bedürftige Menschen. „Wir nutzen unsere stabilen sozialen Netzwerke dazu, die Masken jetzt zügig und unbürokratisch zu verteilen.

Damit alles niederschwellig und frei von Diskriminierung abläuft, müssen keine Nachweise über die Bedürftigkeit vorgelegt werden", betont Markus Schön.

Masken für Obdachlose, Arbeitslose, Flüchtlinge, Suchtkranke und sozial Schwache

Bereits in der kommenden Woche sollen die Einrichtungen der Wohlfahrtspflege und die Stadt selbst mit der Verteilung beginnen. So wird die Krefelder Tafel Masken an ihre Klientel ausgeben, auch Organisationen wie die Caritas, die Diakonie, das Deutsche Rote Kreuz und der Paritätische Wohlfahrtsverband nutzen ihre Einrichtungen zur Verteilung. Die Masken gehen unter anderem an Obdachlose, Arbeitslose, Flüchtlinge, Suchtkranke und sozial Schwache. Auch beim Thema Impfungen geht es nach Lieferengpässen jetzt voran. Wie Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen erklärte, laufen die Impfungen in den Seniorenheimen ab Sonntag weiter. Anfang nächster Woche soll die erste Runde der Impfaktion in den Heimen komplett abgeschlossen sein. Die Dezernentin kündigte auch an, dass in Zusammenarbeit mit dem Helios-Klinikum ab der kommenden Woche verstärkt auf Mutationen des Corona-Erregers getestet wird, um die Bedrohungslage besser einschätzen zu können. „Eine weitere gute Nachricht ist, dass die Krankenhäuser in den Normalbetrieb zurückgekehrt sind. Alle Kliniken sind im grünen Bereich und melden freie Betten sowie ausreichende Kapazitäten beim Personal", sagt Sabine Lauxen.

Vorsichtige Zuversicht für Schulkinder und ihre Eltern

Für die Schulkinder und ihre Eltern äußerte Stadtdirektor Markus Schön vorsichtige Zuversicht. „Ich habe die Hoffnung, dass wir ab Mitte oder Ende Februar zumindest Hybrid-Unterricht mit aufgeteilten Klassen fahren können. Voraussetzung ist, dass der jetzt erkennbare Trend bei den Zahlen anhält. Im Moment geht es in die richtige Richtung", sagt Markus Schön. Bei den Kindertageseinrichtungen wartet er auf ein Signal des Landes, die Elternbeiträge auch für Februar ganz oder teilweise auszusetzen. Die Notbetreuung sei weiterhin zu rund 30 Prozent ausgeschöpft. Leider musste der städtische Fachbereich Gesundheit am Freitag, 29. Januar, (Stand 0 Uhr) jedoch auch zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bekannt geben. Die beiden Personen verstarben im Alter von jeweils Mitte 80 im Krankenhaus, lebten zuvor in einem Heim. Insgesamt 107 Personen aus Krefeld sind im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Krefeld inzwischen verstorben.

38 Infizierte weniger als am Vortag

367 Personen sind aktuell in Krefeld als Corona-Infizierte registriert, das sind 38 Infizierte weniger als am Vortag. Die Gesamtzahl bestätigter Infektionen seit Ausbruch der Pandemie liegt in Krefeld bei 6.590, somit sind 45 Fälle seit dem Vortag neu hinzugekommen. Als genesen gelten inzwischen 6.116 Personen, 81 Personen mehr als am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Rahmen der wöchentlichen Schwankungen mit der neuen Entwicklung wieder leicht an, bleibt aber weiterhin unter der 100er-Marke: Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt diesen Wert für Krefeld mit 95,9 an, am Vortag hatte er bei 89,7 gelegen. In einem Krefelder Krankenhaus liegen nach einer Corona-Infektion aktuell 29 Personen aus Krefeld, fünf von ihnen auf der Intensivstation, zwei dieser Patienten werden beatmet. Bisher wurden 40.720 Erstabstriche durchgeführt, 186 davon sind offen. In Quarantäne haben sich in Krefeld bisher 21.325 Personen begeben.

KOD versiegelt Tattoo-Studio

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat bei seinen Kontrollen im Rahmen der Coronaschutzverordnung ein Bußgeldverfahren gegen einen Betreiber eines Tattoo-Studios südlich der Innenstadt eingeleitet. Am Abend trafen die KOD-Mitarbeitenden den Betreiber an, während dieser gerade einen Kunden tätowierte. Der Betreiber war sich dabei der Tatsache bewusst, dass er gegen die Coronaschutzverordnung verstieß. Ihn erwartet in Bußgeld in Höhe von 1.000 Euro. Das Studio wurde von den Dienstkräften zudem versiegelt. An der Haltestelle Rheinstraße trafen die KOD-Mitarbeitenden auf drei Personen, die die Vorgaben zur Maskenpflicht in diesen Bereichen nicht einhielten. Sie erwartet ein Bußgeld in Höhe von jeweils 150 Euro. Eine letzte gute Nachricht betrifft Autofahrer und Berufspendler: Die Aufhebung der Parkgebühren in der Krefelder Innenstadt wurde aufgrund der Corona-Epidemie zunächst bis Mitte Februar verlängert.

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