Freude über faire Rosen in den Krefelder Heimen

Auf besondere Weise sind am Rosenmontag Bewohner der Krefelder Seniorenheime, des Hospizes am Blumenplatz und des Stups-Kinderzentrums beglückt worden.

Das Team der Fairtrade-Stadt Krefeld hat 29 Sträuße mit je 20 fair gehandelte Rosen verteilt, um in der beschwerlichen Zeit der Pandemie eine Freude zu bereiten. Sieben Frauen gehören der Fairtrade-Steuerungsgruppe an. In kleinen Gruppen von ein oder zwei Personen haben sie am Montag die Heime aufgesucht und die bunten Sträuße verteilt. „Die Resonanz war sehr positiv", bilanziert Darina Finsterer, die der Steuerungsgruppe angehört.

„Wir wollen diese Aktion auf jeden Fall wiederholen". Einige Heime hatten angekündigt, die Rosen an die Bewohner einzeln zu verteilen. Andere wollten den Strauß für alle sichtbar an einem zentralen Ort aufstellen.Eigentlich verteilt die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Krefeld die fair gehandelten Rosen immer zum Weltfrauentag am 8. März. Damit soll auch auf die schlechten Arbeitsbedingungen der Branche in den Produktionsländern aufmerksam gemacht werden. In diesem Jahr wählte das Team wegen der besonderen Umstände in Corona-Zeiten einen anderen Weg. Finanziert wurden die Rosen mithilfe von Spendengeldern und Mitteln aus dem Fairtrade-Topf. Kooperiert wurde dabei mit einem Krefelder Blumenhändler, der auch fair gehandelte Rosen anbietet. Die Fair-Trade-Rosen sind einige Cent teurer als gewöhnlich, dafür werden die Arbeitenden in dieser Branche im globalen Süden fair bezahlt.Die Fairtrade-Rosen sind nur eine von vielen Aktivitäten der Steuerungsgruppe in Krefeld für den fairen Handel. Im September 2018 hat Krefeld erstmals ein spezielles Siegel erhalten und darf sich somit Fairtrade-Stadt nennen. Ausgezeichnet werden die Kommunen von einer speziellen Fair-Trade-Zertifizierungsstelle. In Deutschland übernimmt diese Zertifizierung der Verein Transfair mit Sitz in Köln-Sülz. Krefeld hat sich mit dem Beitritt zu den Fair-Trade-Towns verpflichtet, den fairen Handel auf kommunaler Ebene besonders zu fördern. Fairtrade steht insbesondere für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen. Die Kampagne „Fairtrade-Town" bündelt Aktivitäten zum fairen Handel, positioniert die Kommune als sozial verantwortlich und weltoffen, soll das faire Bewusstsein bei den Bürgern schaffen und steht für eine internationale Vernetzung mit über 2.200 Fairtrade-Kommunen in 36 Ländern, davon knapp 700 in Deutschland.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

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