Stadt investiert weiter in Krefelder Spielplätze

Die Spielplatz-Sanierungen in Krefeld gehen auch in diesem Jahr weiter.

Investiert wird in Millionenhöhe. Das größte Projekt, die Sanierung des Spielplatzes im Stadtwald, kann nun nach einiger Verzögerung starten. Die Genehmigungsplanungen sind abgeschlossen, das Projekt wurde nunmehr zur Umsetzung an den Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) gegeben. Dort wird derzeit das Vergabeverfahren vorbereitet und durchgeführt. Hintergrund für die Verzögerung sind Vorgaben und erforderliche Abstimmungen mit Dritten, insbesondere zum Thema der Barrierefreiheit.

Zudem wurde das Projekt mit besonderer Sorgfalt und Detailgenauigkeit geplant, da es sich bei dem Stadtwald um eine historische Parkanlage handelt, die in ihren Grundzügen nicht berührt werden soll. Es wurde darauf geachtet, dass sich der Spielplatz mit seinen Einbauten in die Historie einfügt.„Die Fertigstellung ist maßgeblich von den aufgrund der derzeitigen Pandemie langen Lieferzeiten für die außergewöhnlich schönen und abwechslungsreichen Einbauten abhängig. Erst nach Submission und Zuschlag kann die Bestellung erfolgen, die Lieferzeiten betragen derzeit 18 bis 22 Wochen. Zudem ist in den Planungen zur tatsächlichen Bauausführung zu berücksichtigen, dass der vorhandene Spielplatz dann nicht zur Verfügung steht, auch müssen die Sommerferien mit dem ‚Spiel ohne Ranzen' berücksichtigt werden. Eine Fertigstellung bei reibungslosem Ablauf erscheint für Anfang September 2021 realistisch", sagt Kathrin Gardner, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Verbraucherschutz. Die endgültigen Kosten werden erst nach Eingang der Angebote im Rahmen des Vergabeverfahrens feststehen. Basierend auf dem Entwurf wurden die Baukosten für den Spielplatz und die Schaffung von Jugendbereichen auf insgesamt 723.445 Euro kalkuliert.

Spielplatz am Anne-Frank-Platz und Am Zollhof werden angepackt

Für den Spielplatz am Anne-Frank-Platz läuft zurzeit die Ausschreibung, nachdem die Politik im Mai grünes Licht gegeben hatte. Im Planungsprozess hatte sich gezeigt, dass umfangreichere Arbeiten als geplant durchzuführen sind. So wird neben dem großen Kletterspielgerät auch die Doppelschaukel erneuert und der Kleinkindspielbereich wird durch zwei weiteres Spielgeräte aufgewertet. Marode Sitzmauern, die Vandalismusschäden aufzeigen, werden zudem saniert. Der Fallschutzbereich der Großspielgeräte wird in fugenlosem Kunststoffbelag ausgeführt, und neue Pflanzen durchgrünen den Spielplatz. Die Kosten wurden auf rund 200.000 Euro geschätzt. Und auch in Uerdingen können sich die Kinder freuen: Der KBK hat gerade den Auftrag für den Bau des Spielplatzes Am Zollhof erteilt. Die Baumaßnahmen sollen im März beginnen. Weitere 700.000 Euro investiert die Stadt Krefeld in größere Spielplatzumbauten und -neubauten. So wird zur Zeit der Hülser Spielplatz Mommenpesch gebaut. Der Spielplatz Friedrich-Fröbel-Straße befindet sich in der Ausschreibungsphase, die Umbauarbeiten werden im Frühjahr/Sommer 2021 erfolgen. In diesem Zusammenhang wird auch der kleine Spielplatz an der Randstraße zu einer Grünfläche zurückgebaut. Und bei den Spielplätzen Memeler Platz und Höppnerstraße befindet sich der Kommunalbetrieb in der Detailplanung. Mit der Umsetzung wird im Herbst 2021 gerechnet.

Geräte für 18 Spieplätze

Auf weiteren 18 Spielplätzen, verteilt auf das gesamte Stadtgebiet, wurden seit dem vergangenen Sommer Ersatzspielgeräte aufgestellt. Die letzten dieser Spielplätze werden jetzt im Frühjahr 2021 fertiggestellt sein. Größere Maßnahmen wurden an den Spielplätzen im Burgpark Hüls, am Maasweg in Fischeln, an der Inrather Straße sowie am Kinderspielplatz Rathenaustraße in Oppum-Linn, hier mit Beteiligung der Wohnstätte Krefeld, umgesetzt. Das Gesamtvolumen für diese Maßnahmen beträgt rund 680.000 Euro. Darüber hinaus wird im März der wieder hergestellte Spielplatz am Marienplatz eröffnet. Auch der Bolzplatz wurde erneuert. Die Kosten übernahm weitestgehend der Investor des Bunkers am Marienplatz.

370 Paten auf 100 der insgesamt 161 Spielplätze

Hilfreich sind auf vielen Spielplätzen Paten, die dank ihrer Präsenz vor Ort und ihres Einsatzes stark zur Sauberkeit und Ordnung beitragen. So konnten auch 70 Container mit Kleinspielzeugen im Stadtgebiet verteilt aufgestellt werden, die das Angebot für die Kinder erweitern. Aktuell kümmern sich 370 Paten um 100 der insgesamt 161 öffentlichen Krefelder Spielplätze. Die Stadt sucht weiterhin nach Paten, auch für die 61 Spielplätze, die bisher noch ohne Paten sind.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

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