Neue Prüfpflicht für Heizölanlagen in Wasserschutzzonen

Hauseigentümer mit älteren Heizölanlagen müssen diese regelmäßig begutachten lassen, wenn sie in einer ausgewiesenen Wasserschutzzone liegen.

Darauf weist die Untere Wasserschutzbehörde hin. Erstmals prüfpflichtig sind nun die Anlagen, die im Zeitraum vom 1. Januar 1971 bis zum 31. Dezember 1975 in Betrieb genommen wurden. Die Verpflichtung, solche Prüfungen termingerecht durchführen zu lassen, obliegt den Eigentümern, Verstöße dagegen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar. Die Anlagen müssen spätestens zum 1. August 2021 und danach alle fünf Jahre von einem Sachverständigen begutachtet werden. Dieser leitet die Prüfergebnisse später an die Untere Wasserbehörde weiter. Falls die Prüfung Mängel ergeben hat, werden von dort weitere Maßnahmen angeordnet. Anlagen jüngeren Datums sind erst zu einem späteren Zeitpunkt an der Reihe.

Die Verwaltung wird hierüber zu gegebener Zeit informieren. Am 8. April 2017 ist die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) in Kraft getreten, nach der diese Änderung für die Grundstücke in den Wasserschutzzonen IIIA Kempener Allee/Bückerfeld, Uerdingen und Hüls gilt, auf denen sich Heizölanlagen befinden. Aufgrund des Paragrafen 70 der neuen AwSV sind nun innerhalb der Schutzzonen IIIA auch Heizöl-Anlagen prüfpflichtig, die einen Rauminhalt von mehr als einem Kubikmeter aufweisen. Die tatsächlich enthaltene Menge an Heizöl ist dabei unerheblich. Lange Zeit mussten diese Prüfungen, die durch anerkannte Sachverständige durchgeführt werden, nur an oberirdischen Anlagen mit einem Volumen von mehr als zehn Kubikmetern und an allen unterirdischen Anlagen erfolgen. Vergleichbar sind solche Prüfpflichten mit der bekannten Praxis bei Kraftfahrzeugen.

Welche Sachverständigen-Organisationen zur Verfügung stehen, verrät ein Blick auf die Seite des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz unter www.lanuv.nrw.de/umwelt/wasser/anlagen-zum-umgang-mit-wassergefaehrdenden-stoffen/sachverstaendigen-organisationen . Die Sachverständigen kommen nach der Terminabsprache ins Haus und werden bei der Prüfung der Anlagen alle Corona-Regeln berücksichtigen. Wo sich die Wasserschutzzonen in Krefeld befinden und welche Grundstücke darin liegen, ist auf der Internetseite der Bezirksregierung Düsseldorf einsehbar unter www.brd.nrw.de/umweltschutz/gewaesserschutz/Wasserversorgung_Wasserschutzgebiete . Gerne erteilt auch die Untere Wasserbehörde entsprechende Auskünfte: Zur schnelleren Abwicklung werden die Kontakte sortiert nach den Anfangsbuchstaben der Straßen empfohlen: A bis D: Herr Brons, Telefon 0 21 51 / 86 24 06; E bis H: Frau Erdmann, Telefon 86 24 04; I bis N: Frau Teichert, Telefon 86 24 20; O bis Z: Frau Hösten, Telefon 86 24 21.

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