Stadt veröffentlicht Kinder- und Jugendförderplan 2021 bis 2025

Der örtliche Träger der Jugendhilfe ist per Gesetz verpflichtet, auf der Grundlage der kommunalen Jugendhilfeplanung einen Kinder- und Jugendförderplan zu erstellen, der für jeweils eine Wahlperiode festgeschrieben wird.

Der Fachbereich Jugendhilfe der Stadt Krefeld hat nun den neuen Kinder- und Jugendförderplan 2021 bis 2025 veröffentlicht. Er umfasst die Themenbereiche Offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit und Kinder- und Jugendschutz. Bei der Erarbeitung wurden Themenschwerpunkte ausgearbeitet, die den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen entsprechen, wie Demokratiebildung und Wertevermittlung, eigenständige Jugendpolitik und Partizipation, Digitalisierung, Gesundheit, Umwelt und Nachhaltigkeit, öffentliche Räume und Freiflächen. Als Download steht der aktuelle Kinder- und Jugendförderplan unter https://www.krefeld.de/familienportal/inhalt/jugendbefragung/ zur Verfügung.

Jugendliche nahmen an Online-Befragung teil

 

Zur kommunalen Abstimmung waren die zuständigen Fachorganisationen, Jugendhilfeträger und auch politische Mandatsträger in einen gemeinsamen Dialog in Form von Workshops eingebunden. Erstmalig hatten die Verantwortlichen der Abteilung Jugend die Krefelder Jugendlichen von 14 bis 21 Jahre über eine Online-Jugendbefragung an der Ausgestaltung beteiligt. Die Umfrageergebnisse flossen in die Fortschreibung des Förderplans ein, geben sie doch gute und ergänzende Einblicke in die Lebenswelten von jungen Krefeldern wieder. Befragt wurden die Schüler aller weiterführenden Schulen, Studierende am Krefelder Standort der Hochschule Niederrhein, junge Menschen in Maßnahmen der Kommunalen Zentralstelle für Beschäftigungsförderung (KomZfB) sowie Besucher der Jugendeinrichtungen und bei Aktionen der Krefelder Jugendverbände. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens haben mehr als 260 junge Leute ihre Bedürfnisse mitgeteilt.

60 Prozent wünschen sich mehr und verbesserte Grünanlagen

Die Auswertung der angegebenen Wünsche ergab folgendes Bild: Knapp 60 Prozent der Teilnehmenden erhofft sich mehr und verbesserte Grünanlagen, Parks und Freiflächen. Zu den genannten bevorzugten Verbesserungen gehörten mehr Mülleimer, Liege- und Entspannungsflächen, öffentlich zugängliche Toilettenanlagen, freies W-LAN sowie Überdachungen für den Aufenthalt bei schlechtem Wetter Priorität. Rund die Hälfte der jungen Befragten meldeten einen Bedarf an zusätzlichen und verbesserten Spiel- und Sportflächen zurück. Neben den bekannten und beliebten Bolzplätzen gibt es vermehrt Wünsche nach Skate- und BMX-Anlagen, Basketballkörben, Volleyballplätzen, Graffitiwänden sowie Parcours- und Fitness-Anlagen.

Ausbau des Rad- und Fahrradverkehrsnetzes ebenfalls unter den Wünschen

Knapp die Hälfte der Teilnehmenden wünschte sich sichere Radwege sowie einen Ausbau des Rad- und Fahrradverkehrsnetzes und verkehrsberuhigte und -befreite Zonen für den eigenen Wohnbezirk, ein Drittel der jungen Leute eine verbesserte Anbindung an Bus und Bahn. Mehr jugendgerechte Kulturangebote wie Auftritts- und Probemöglichkeiten für Bands, Durchführungen von Poetry-Slams, Lesungen oder Kunst-Workshops sowie Gaming-Events gaben knapp 45 Prozent der Teilnehmenden an, rund ein Drittel forderte bessere Einkaufsmöglichkeiten sowie bezahlbare und jugendgerechte Cafés und Aufenthaltsorte in der Innenstadt.

90 Prozent machen sich über Umweltverschmutzung und Klimawandel Sorgen

Auch die Sorgen der jungen Menschen wurden in der Umfrage beleuchtet. Nahezu neun von zehn Personen bereiten die Themen Umweltverschmutzung und Klimawandel Sorgen. Knapp 80 Prozent zeigten sich besorgt vor Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Die oft damit in Verbindung gebrachte Zuwanderung löst hingegen nur geringfügig Sorgen aus. Deutlich besorgter zeigen sich die Teilnehmenden, dass ihnen nahestehenden Menschen etwas zustoßen könnte (rund 78 Prozent) und bezüglich steigender sozialer Ungerechtigkeit (mehr als 72 Prozent).

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