Promenade: Neue Teilabschnitte zwischen Oppum und Linn eröffnet

Gute Nachricht für die Radfahrer in Krefeld: Das neue Teilstück der Promenade zwischen Oppum und Linn kann nun auch offiziell genutzt werden.

Eine Eröffnungsfeier durch die Stadtverwaltung im Beisein von Publikum kann es bedingt durch die Corona-Pandemie aktuell leider nicht geben. Krefelds Planungsdezernent Marcus Beyer und Norbert Hudde, Fachbereichsleiter Stadtplanung, stellen die neuen Abschnitte jetzt als Videoformat auf der städtischen Website und in den Social-Media-Kanälen der Stadt vor. Sie haben in dieser Woche eine Tour auf den neuen Promenaden-Abschnitten unternommen und erklären nun auf digitalem Wege für alle Bürger die Highlights dieses zentralen Krefelder Nahmobilitätsprojektes.In insgesamt

16 Teilabschnitte gliedert sich die Krefelder Promenade auf einer Länge von insgesamt 14,5 Kilometern von Forstwald bis Uerdingen. Die Promenade kreuzt fünf Stadtteile und führt direkt am Hauptbahnhof vorbei. Sie hat die Funktion einer Freizeitroute, soll aber auch für den Berufsverkehr geeignet sein. Auf ehemaligen Gleisabschnitten der Deutschen Bahn AG und der Hafen Krefeld GmbH & Co. KG sind nun rund vier Kilometer Asphaltradweg realisiert. Nach Fertigstellung werden laut Prognosen rund 25.000 Radfahrer die Trasse täglich nutzen.

2,1 Kilometer neue Promenade von Oppum nach Linn

Im Sommer 2020 waren die Abschnitte 8 und 9 von Zur Feuerwache bis Trift realisiert und zur Nutzung freigegeben worden. Die jetzt freigegebenen Abschnitte reichen von der Straße Weiden in Oppum bis Hausbend in Linn. Der Kommunalbetrieb Krefeld als bauausführendes Unternehmen hat die Abschnitte jetzt freigegeben. Zuletzt noch dort stehende Bauzäune sind inzwischen entfernt worden. 2,1 Kilometer sind die beiden Promenaden-Abschnitte Weiden bis östlich Glindholzstraße (1.100 Meter) und Glindholzstraße bis südliche Rheinbabenstraße (1.000 Meter) insgesamt lang. Im Februar 2019 hatte der Stadtrat den weiteren Ausbau der Promenade auf den Abschnitten 10 und 11 beschlossen. 3,5 Millionen Euro hat der Ausbau der beiden Abschnitte gekostet. Durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG) beläuft sich die Förderung auf 90 Prozent.

Die Promenade verläuft im neuen Teilbereich parallel zu den Straßenbahngleisen der Linie 044 und wird durch einen Sicherheitszaun vom Gleisbett getrennt. Neben der 3,20 Meter breiten, zweispurigen und beleuchteten Radpromenade konnte durch die Nutzung städtischer Grundstücke ein attraktiver Grünzug mit wassergebundener Gehwegverbindung geschaffen werden. Zwischen der Buddestraße und dem Crönpark ist außerdem eine Flaniermeile mit vielen Sitz- und Spielmöglichkeiten entstanden. Für Schatten sorgen die Feldahorne, die entlang der Promenade gepflanzt wurden. Darüber hinaus sorgt großflächige Bepflanzung mit Narzissen auf den Rasenflächen für Blütenpracht im Frühjahr. Fahrradständer und Sitzbereiche befinden sich entlang der gesamten Promenade und sorgen für komfortable Rast.Verschiedene planerische Vorarbeiten waren notwendig, bevor der Bau durch den Kommunalbetrieb Krefeld starten konnte: Unter anderem mussten der gewachsene Altbaumbestand entlang der Trasse sowie die Auswirkung der Fauna mit dem Amphibienschutz im Abschnitt Crönpark in Oppum Berücksichtigung finden. Im Abschnitt Crönpark wurden durch Schotterstreifen, Drahtschotterkörbe und Totholzhaufen neue Lebensräume für Amphibien geschaffen. Die Planungen dazu fanden in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde statt.

Großmarkt soll perspektivisch angebunden werden

Startpunkt in Oppum ist die Straße Kuhleshütte, von dort führt die Trasse entlang der Schule parallel zur Straßenbahnlinie. In diesem Bereich soll auch eine Abzweigung zum Großmarkt entstehen, um das Gastro-Areal an die Promenade anzubinden. Schon jetzt erreicht man über die Querung der Straßenbahngleise auch den Botanischen Garten und kann weiterfahren in Richtung Bockum. Eine besondere Situation ergibt sich für die Fußgänger in den neuen Teilabschnitten. Für sie dienen die vorhandenen und begleitenden Wege zwischen Schmiedestraße und Hausbend. Aufgrund des vorhandenen geringen Querschnitts in der Unterführung der Eisenbahntrasse kann hier nur der Fahrradweg geführt werden. Der Fußgänger wird an der Autobahnunterführung nördlich bis zur Straße Hausbend geleitet und kann dann hier die Eisenbahntrasse unterqueren. Kleine Spielmöglichkeiten sind zwischen Budde- und Maybachstraße sowie westlich der Glindholzstraße entstanden. Außerdem gibt es einige Sitz- und Aufenthaltsbereiche mit Fahrradstellplätzen. Highlight im Osten der neuen Abschnitte ist die Burg Linn, die nun durch die Promenade viel besser per Rad erreichbar ist.

An drei Stellen mussten im Bereich der neuen Abschnitte Zwischenlösungen gefunden werden: An den Querungen Buddestraße, Maybachstraße und Glindholzstraße wurden sogenannte Umlaufgitter aufgestellt, die für eine Geschwindigkeitsreduktion der Radfahrer sorgen und an den technischen Bahnübergängen vorbeiführen. Dort sollen die Radfahrer absteigen und ihr Fahrrad über die Straße schieben. Die Verwaltung hatte zunächst vorgeschlagen, Maybachstraße und Glindholzstraße für den Kfz-Verkehr zu sperren und der Radpromenade Vorrang zuzuweisen. Nach dem zwischenzeitlichen Votum der Politik in Oppum zog die Verwaltung diesen Vorschlag wieder zurück. So bleibt es temporär bei der jetzigen Zwischenlösung, weil die Schrankenanlagen noch im Bereich der Promenade liegen und ohne die Abgitterung die Gefahr bestünde, dass der Radfahrer in den Bereich zwischen Schranke und Gleis fährt. „Es handelt sich um eine temporäre Lösung, bis der Umbau der vorhandenen Schrankenanlagen durch die Stadtwerke in den kommenden Jahren realisiert wird", betont Planungsdezernent Marcus Beyer. Dann würden neue Lösungen realisiert werden können. Ampelsignalanlagen könnten hier künftig den Verkehr regeln und Radfahrern Priorität einräumen.Ihre Wirkung wird die Promenade außerdem dann noch mehr entfalten können, wenn die ersten beiden eröffneten Abschnitte mit den neuen Abschnitten verbunden werden. Die Stadt muss hier noch darauf warten, dass die Deutsche Bahn mit den angekündigten Bauarbeiten startet. Der Straßenbereich Bereich Trift/Weiden mit dem Kreuzungsbereich Kuhleshütte/Werkstättenstraße/Weiden wird erst nach Aufweitung der bestehenden Eisenbahnüberführungen Trift und Hochfelderstraße ab 2024 umgebaut. Sind diese Maßnahmen umgesetzt, wird die Promenade im Zusammenspiel beider Teilabschnitte ihre Funktion als zentrale Achse des Radverkehrs in der Stadt wahrnehmen können. „Viele Bürger können mit diesen Abschnitten das Radfahren in ihrer Stadt neu erleben, sie kommen schneller zur Arbeit oder nutzen die Strecke als Freizeittrasse", kündigt Stadtplaner Norbert Hudde an. Er verweist auch auf die Stadtterrasse im Bereich des Südbahnhofs, die ebenfalls Teil der Promenade wird und eine Attraktivitätssteigerung für die Promenade bedeutet.

In die weitere Planung der Promenade über die jetzigen Teilabschnitte hinaus wird die Stadtverwaltung nun einsteigen und diese eng mit der Politik abstimmen. „Wir freuen uns, dass unsere Promenade weiter Fortschritte macht", sagt Planungsdezernent Marcus Beyer. „Unser Video soll die Bürgerinnen und Bürger dazu anregen, in den nächsten Monaten die Vorzüge der Promenade zu entdecken und auf diese Weise einen neuen Blick auf ihre Stadt zu erhalten." Die Eröffnung der weiteren Abschnitte erfolge genau passend. „In Zeiten der Corona-Pandemie entdecken viele das Fahrrad als Fortbewegungsmittel neu."

Screenshot: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Ramona Bietenbeck

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