Krefeld erhält Urkunde für „Fußverkehrs-Check“

Mit einem Fußverkehrs-Check hat die Stadt Krefeld die Chance, das Umfeld des Hauptbahnhofs mobilitätsgerecht zu entwickeln. Oberbürgermeister Frank Meyer hat die Urkunde zum Wettbewerb „Fußverkehrs-Check" am Mittwoch auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs aus den Händen von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst entgegengenommen und dabei die Chancen betont, die in einer Gestaltung des Bahnhofsumfeldes liegen.

Am Krefelder Hauptbahnhof kommen viele Arten der Mobilität zusammen: Autoverkehr, Radverkehr, Züge und Straßenbahnen sowie Fußgänger. Krefeld plant perspektivisch die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes im Rahmen des Mobilitätskonzeptes. Mit der Förderung durch einen Fußverkehrs-Check erhält die Stadt Krefeld die Chance von Begleitung durch Experten, die den Straßenraum bei Begehungen unter die Lupe nehmen und gemeinsam mit vielen Akteuren nach Lösungen suchen.

41 Bewerber, 12 Gewinner

 

Mit dem „Fußverkehrs-Check" können Kommunen in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Bürgern überprüfen, wo es Verbesserungsmöglichkeiten für sie gibt und wie diese am besten umgesetzt werden. Um Kommunen bei ihrer nachhaltigen Stadt- und Verkehrsplanung zu unterstützen und attraktivere Angebote des Fußverkehrs zu schaffen, hat das Verkehrsministerium zusammen mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW diesen landesweiten Wettbewerb ins Leben gerufen. 41 Städte hatten sich in der dritten Runde beworben. Als eine von zwölf Kommunen ist Krefeld vom Verkehrsministerium und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als einer der Teilnehmer ausgewählt worden. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst kam zum Auftakt einer Tour, die ihn in mehrere der Gewinnerstädte führt, nach Krefeld, um die Ist-Situation zu begutachten und auch mit Oberbürgermeister Frank Meyer, Planungsdezernent Marcus Beyer und Mobilitätsmanagerin Martina Foltys-Banning in den Austausch zu kommen.Oberbürgermeister Frank Meyer brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass das Land Krefeld bei seinen Vorhaben unterstützt. „Mobilität ist eines der großen Zukunftsthemen dieser Stadt", sagte Frank Meyer und verwies auf die zahlreichen Vorhaben, mit denen Krefeld seine Nahmobilität verbessern will. Am Südausgang des Hauptbahnhofs ist der Verlauf der Radfahrtrasse „Krefelder Promenade" geplant, dort soll auch eine große Mobilitätsstation entstehen. Minister Hendrik Wüst sagte: „Mobilität muss besser, sicherer und schneller werden." Für den Fußverkehrscheck stellt das Ministerium insgesamt 120.000 Euro bereit, die in alle Teilnehmerkommunen fließen. Der Fußverkehrs-Check sei das ideale Unterstützungspaket, damit Kreise, Städte und Gemeinden die umweltfreundliche Fortbewegung fördern können und so auch die Lebensqualität steigt, warb der Minister.

Angebot des „Zukunftsnetz Mobilität NRW"

„Fußverkehrs-Checks" sind ein Angebot des „Zukunftsnetz Mobilität NRW", dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung. Michael Zyweck, Leiter der Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr im Zukunftsnetz Mobilität NRW, erklärt: „Die Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück - vor Ort haben Teilnehmer die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen an einem gemeinsamen Beispiel zu diskutieren." Durch den Austausch zwischen Verwaltung, Politik und Zielgruppe kann so auch die Beteiligungskultur gestärkt werden.

Um einen professionellen und zielführenden Ablauf zu gewährleisten, begleitet und moderiert ein Fachbüro den Prozess und wertet die Ergebnisse aus, damit die Krefelder Verwaltung darauf bei Bedarf mit konkreten Maßnahmen aufbauen kann. Für die Gewinner des Wettbewerbs ist der gesamte Check kostenlos.