Zwischen Tradition und Öko-Trend: Krefelder Kleingärten im Blick

Der Kleingarten: Heimat des Gartenzwergs, des stufenlos geschnittenen Rasens und des Latzhosenträgers mit Gießkanne.

Oder etwa nicht? In den vergangenen Jahren ist die vermeintlich spießige Schreberparzelle zum echten Sehnsuchtsort geworden. Dort lässt sich der Traum vom biologisch selbst angebauten Gemüse ebenso leben wie der Wunsch nach Naturnähe und Nachhaltigkeit. Dieses Spannungsfeld zwischen Tradition und Öko-Trend, Klischee und Krefelder Wirklichkeit soll in diesem Sommer erkundet werden: Passionierte Fotografen vom Laien bis zum Profi sind dazu aufgerufen, das blühende Leben in den 101 Krefelder Kleingartenanlagen auf Bilder zu bannen.

Die zwölf besten Motive landen im Kalender des „Krefelder Perspektivwechsels" für das Jahr 2022.Der Wettbewerb ist Teil des Perspektivwechsel-Jahres „Stadtkultur", das neue Blickwinkel auf Orte der Alltagskultur eröffnen soll. „Kleingärten sind grüne Kleinode mitten in der Stadt. Dahinter stehen oft lange Vereinstraditionen, durch die Menschen miteinander verbunden und Begegnungsorte geschaffen werden. Deshalb haben wir uns für die Aktion mit dem Krefelder Kleingartenverband zusammengetan, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert", sagt Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings. Sie hofft, dass möglichst viele Fotobegeisterte auf Tour durch die Kleinanlagen gehen und diese besonderen Orte im Bild festhalten.

Bis 15. September können die Arbeiten eingereicht werden. Eine Jury entscheidet dann über die zwölf besten Aufnahmen. Ihr gehört neben Vertretern des Stadtmarketings und des Kleingartenverbandes auch der bekannte Fotograf Dirk Rose an. Der gebürtige Moerser hat 2010 an der Ausstellung „Quer geschnitten" im Kaiser-Wilhelm-Museum teilgenommen. Auch im Museum der Moderne in Salzburg und im Mousonturm in Frankfurt hat er bereits ausgestellt. Darüber hinaus übernimmt er Auftragsarbeiten unter anderem für die Zeche Zollverein, das NRW Forum und die Kunstmuseen Krefeld.

Die zwölf ausgewählten Motive landen im Kalender „Krefelder Perspektivwechsel" für das Jahr 2022. Die Fotografen erhalten je 300 Euro für die Nutzung ihrer Bilder. Die Nutzungsrechte umfassen neben dem Kalender und etwaiger medialer Berichterstattung auch die Abbildung im Internet. Alle Teilnehmer können bis zu drei Motive im Quer- oder Hochformat in druckfähiger Qualität einreichen, und zwar per E-Mail an: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

Foto: Pixapay

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