Zahlreiche Radwege werden in Krefeld bis 2024 saniert

Die Stadtverwaltung wird in den kommenden Jahren zahlreiche Radwege auf Krefelder Stadtgebiet sanieren und hat dafür jetzt eine Prioritätenliste erstellt sowie die Zeitplanung und die Finanzmittel konkretisiert.

In den Jahren 2021 bis 2024 werden für Radwege insgesamt vier Millionen Euro investiert. Jährlich eine Million Euro sind im Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2021 bis 2024 vorgesehen. Damit steht ein deutlich höheres Investitionsvolumen zur Verfügung als in den vergangenen Jahren. Neben dem Bau der Krefelder Promenade und den neuen Fahrradstraßen sind die Sanierungen im Bestand ein wesentlicher Baustein, um Nahmobilität in Krefeld zu stärken.

Oberbürgermeister Frank Meyer sagt: „Wir haben zwar in den vergangenen Jahren schon viele Radwege saniert, aber uns ist klar, dass es vielerorts noch Problemstellen und Buckelpisten gibt, über die sich Radfahrerinnen und Radfahrer tagtäglich ärgern. Gerade diese Bereiche packen wir gezielt an, und zwar nicht nur in Form schneller Ausbesserungen, sondern gründlich und nachhaltig. Bessere Radwege sind nicht nur im Alltag der Menschen wichtig, sie sind auch eine Voraussetzung für das Gelingen der Verkehrswende: Dauerhaft umsteigen wird nur, wer eine gute, verlässliche Infrastruktur vorfindet."Die Radwege mit Sanierungsbedarf sind in der Verwaltung systematisch erfasst worden. Um den genauen Handlungsbedarf und die Kosten abschätzen zu können, wurden die Wege im Bestand aufgenommen und anhand der Flächen die Kosten ermittelt. Die Straßenzustandsdaten wurden dazu erfasst, Vorschlagslisten aus der Verkehrsraumplanung integriert, und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (AFDC) hat seine Anregungen eingebracht. Entstanden ist ein Programm für die Erneuerung von Radwegen, das viele schadhafte Wege berücksichtigt. Probleme sind etwa Risse in Längs- und Querrichtung, Wurzelschäden, Oberflächenabplatzungen und Pfützenbildung durch Absackungen sowie unkomfortablen Übergänge im Bereich von Auf- und Abfahrten. Es hat auf zahlreichen Radwegen auch in der Vergangenheit immer wieder kurzfristige Ausbesserungsmaßnahmen gegeben. Mit den bald startenden Sanierungen sollen nun allerdings substanzielle Verbesserungen erfolgen.

Ausschuss für Planung, Bauen, Mobilität und Stadtentwicklung soll beschließen

In den Bezirksvertretungen wird die Politik in den kommenden Wochen über das Programm informiert. Der Ausschuss für Planung, Bauen, Mobilität und Stadtentwicklung (PLAMOS) soll das Ausbauprogramm dann in seiner Sitzung am 14. September beschließen. Die für das Jahr 2021 aufgeführten Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden, eine Umsetzung ist dann im Jahr 2022 vorgesehen.

Die Radwege werden in der Regel in Asphaltbauweise auf Grundlage der Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen (RStO 12) erneuert. Eine Abstimmung mit dem Kommunalbetrieb Krefeld ist - bis auf eine aktualisierte Maßnahme im Südbezirk - ebenso erfolgt wie mit den Unternehmen, die in diesen Bereichen Versorgungsleitungen liegen haben.

Das sind die Sanierungsabschnitte für jede einzelne Bezirksvertretung

Folgende Sanierungen sind in 2021 bis 2024 in den jeweiligen Bezirksvertretungen vorgesehen (die Angabe der Abschnitte erfolgt jeweils in Fahrtrichtung):

Auf dem Gebiet der Bezirksvertretung West soll die St. Töniser-Straße von der Ortsgrenze St. Tönis bis Gatherhofstraße saniert werden. Außerdem soll eine Sanierung der Kempener Allee südlich von Hausnummer 190 bis zur Dieselstraße erfolgen. Beide Maßnahmen sollen 2021 ausgeschrieben, 2022 dann umgesetzt werden. Das Investitionsvolumen beträgt hier 60.000 Euro.

Auf dem Gebiet der Bezirksvertretung Nord soll in 2021 die Sanierung des Breiten Dyks von Nassauerring bis Buschhüterdyk ausgeschrieben werden, 2023 dann die Sanierung der Moerser Straße von Nassauerring bis Husarenallee erfolgen. Das Investitionsvolumen beträgt 520.000 Euro.

Für das Gebiet der Bezirksvertretung Hüls sind Sanierungen mit einem Investitionsvolumen von 290.000 Euro geplant. Arbeiten sollen hier im Bereich Steeger Dyk von Hausnummer 228 bis Hausnummer 214 (2022) und im Bereich Kempener Straße von Hausnummer 25 bis Venloer Straße (2023) erfolgen.

In der Bezirksvertretung Mitte wird mit einem Investitionsvolumen von 150.000 Euro gerechnet. Sanierungen sind hier am Radweg der Oppumer Straße von Hausnummer 31 bis Dießemer Bruch (2022) geplant.

In der Bezirksvertretung Süd ist ebenfalls Investitionsvolumen von 150.000 Euro veranschlagt. In 2022 soll dort der Radweg an der Untergath, nördliche Straßenseite, von Dießemer Bruch bis Alte Untergath saniert werden.

Für das Gebiet der Bezirksvertretung Fischeln steht eine Sanierung des Radweges Anrather Straße von Krützboomweg bis Breuershofstraße an (2024): Eine Investition in Höhe von 240.000 Euro ist dort geplant.

In der Bezirksvertretung Oppum-Linn stehen mehrere Sanierungen auf dem Programm: Die Heinrich-Malina-Straße soll im Abschnitt von der Autobahnbrücke bis zur Zufahrt Feuerwehr und von der Bischofstraße bis zur Autobahnbrücke saniert werden (2022). Für 2023 stehen die Sanierungen der Königsberger Straße von Carl-Sonnenschein-Straße bis Memeler Platz sowie die Sanierung der Ossumer Straße in den Abschnitten Hausbend bis Kurkölner Straße und Querung Promenade bis Rheinbabenstraße auf dem Programm (alle 2023). 625.000 Euro sollen insgesamt investiert werden.

In der Bezirksvertretung Ost sind Sanierungsarbeiten an den Radwegen Europaring von Werner-Voß-Straße bis Moerser Straße (2021 Ausschreibung), Berliner Straße von Parkplatz Grotenburg bis Violstraße (2022) und Uerdinger Straße von Hausnummer 550a bis Sollbrüggenstraße (2023) geplant. 1,065 Millionen Euro werden investiert.

Für das Gebiet der Bezirksvertretung Uerdingen sind Gesamtmaßnahmen in Höhe von 900.000 Euro geplant. Saniert werden sollen die Abschnitte Düsseldorfer Straße von Fegeteschstraße bis Hafenstraße (2023), Düsseldorfer Straße von Hafenstraße bis Fegeteschstraße (2024), Traarer Straße von Schenkendorfstraße bis Nikolaus-Groß-Straße (2023), Parkstraße von Friedensstraße bis Rather Straße (2023) und Parkstraße von Rather Straße bis Friedensstraße (2024).

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

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