Alltagsobjekte aus der NS-Zeit in Krefeld

Die NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld eröffnet am Dienstag, 17. August, die Sonderausstellung

„Geschichte in Objekten. Nationalsozialismus und Kriegsalltag in Krefeld". Im Haus an der Friedrich-Ebert-Straße 42 sind erstmals rund 30 Exponate zu sehen, die nach einem Aufruf in der Lokalpresse aus der Krefelder Bevölkerung für die Sammlung der NS-Dokumentationsstelle zur Verfügung gestellt wurden. Es handelt sich um Spenden für das Archiv der NS-Dokumentationsstelle und um Dauerleihgaben.

Sie geben Einblicke in den Alltag der Krefelder während der NS-Zeit - dem Leben und Arbeiten in den Parteiorganisationen, der Flucht und Vertreibung, dem Aufwachsen in der Hitlerjugend und dem Krieg. Die Objekte, die sich im Spannungsfeld zwischen Propaganda, Gewaltausübung und Banalität bewegen, berichten in unterschiedlicher Weise vom Leben zwischen 1933 und 1945 in Krefeld.Die Bandbreite der Objekte ist trotz der kleinen Auswahl erstaunlich: Eine Plakette anlässlich der Eröffnung der „Adolf-Hitler-Rheinbrücke" in Uerdingen, eine „Juden-Nase" aus Pappmaché als antisemitisches Karnevals-Accessoire, die Verpflichtung auf Hitler eines Mitglieds des „Bund Deutscher Mädels". Zwei Kinderzeichnungen skizieren den „Tag der Arbeit" und eine „Brotsammlung" im Jahr 1934.Sehr bewegend sind Briefe, die aus Krefeld an eine Angehörige in das Konzentrationslager Theresienstadt gesendet wurden. Fabian Schmitz, freier Mitarbeiter an der NS-Dokumentationsstelle, hat zu allen Objekten in Zusammenarbeit mit Sandra Franz, Leiterin der NS-Dokumentationsstelle, Texte erstellt. Besucher erhalten die Ausdrucke kostenfrei, gleiches gilt für das Herunterladen per QR-Code auf das Smartphone.Zu sehen ist die Ausstellung nach der Eröffnung mittwochs von 9 bis 14 Uhr, donnerstags von 15 bis 17.30 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr sowie vor Veranstaltungen. Der letzte Veranstaltungstag ist der 10. Oktober. Am 22. August, 5. und 10. September um jeweils 14 Uhr und am 30. September um 19 Uhr finden öffentliche Führungen statt. Einzeltermine für Gruppen sind mit Anmeldung per E-Mail an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. möglich.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

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