Masterplan für den Elfrather See ist „auf der Zielgeraden"

„Auf der Zielgeraden": So lautete der bezeichnende Titel des finalen Workshops zur Zukunft des Elfrather Sees.

Die Ergebnisse sollen nun in einen Masterplan für das Areal einfließen und im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zahlreiche Vereine, Politiker, Interessenverbände und Vertreter der Bürgerschaft hatten seit Januar 2021 an dem Prozess teilgenommen. Ihre Vorschläge für die künftige Gestaltung des E-Sees umfassen neben der sportlichen Nutzung, die heute bereits im Vordergrund steht, verschiedene Freizeitangebote, die Reaktivierung des Badesees sowie die ökologische Aufwertung bestimmter Flächen auf dem Gelände.

Als Initialzündung für den Prozess diente das Vorhaben des privaten Investors Elakari, am Elfrather See einen Surfpark zu errichten. Das Projekt gilt als entscheidender Baustein für die Weiterentwicklung des Areals. Ein entsprechender „Letter of Intent" zwischen der Stadt Krefeld und Elakari wurde im Dezember 2019 unterzeichnet. Durch den Masterplan soll dieses Projekt in eine Gesamtentwicklung des Elfrather Sees eingebunden werden. Die Eckpunkte wurden dabei klar formuliert: So sollen die Uferbereiche des Sees für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben, die Erholungsfunktion des Areals soll verstärkt werden. Der „neue" E-See soll mehr Möglichkeiten für den Vereins- und Breitensport bieten und dabei besonders Senioren und Menschen mit Einschränkungen in den Blick nehmen. Dem Gelände wird eine „überregionale Bedeutung" zugeschrieben: Die Anziehungskraft der verschiedenen Angebote soll somit deutlich über Krefeld hinausgehen.Der komplette Masterplan-Prozess wurde durch den Rhein-Ahr-Campus (Hochschule Koblenz) begleitet. Der Projektleiter Professor Dr. Lutz Thieme hat dort einen Lehrstuhl für Sportmanagement und Sportökonomie. Für die Aufgaben der Landschaftsplanung beauftragte die Stadt Krefeld die Fischer Consult GmbH aus Rheinbach. Entscheidend für den Prozess ist und war die Beteiligung der Öffentlichkeit. „Es geht darum, unterschiedliche Interessen in Ausgleich zu bringen und das Verständnis für Positionen anderer Gruppen zu stärken. Auf dieser Basis soll eine gemeinsame Zukunftsvision für den Elfrather See entstehen", sagt Oliver Klostermann, Leiter des Fachbereichs Sport. Insgesamt sei das gut gelungen - lediglich der Bund für Umwelt- und Naturschutz hat sich vor einigen Wochen überraschend aus dem Prozess verabschiedet. „Ich bedauere diesen Schritt und bin darüber erstaunt. Aspekte des Umwelt- und Naturschutzes werden bei der Weiterentwicklung des Geländes stark einbezogen und allgemein befürwortet. Themen wie Vogelschutz oder eine ökologische Aufwertung von Flächen spiegeln sich im Leitbild für den neuen Elfrather See", betont Oliver Klostermann.Diese Themen spielen auch bei der Planung des Surfparks eine große Rolle. Eine Vielzahl von Gutachten zum Artenschutz, zum Boden, zum Grundwasser und zu Luftschadstoffen wurden in Auftrag gegeben - die Ergebnisse liegen vor oder werden in Kürze erwartet. Auch die Themen Schallschutz und Verkehr werden eingehend geprüft und im Bauleitplanverfahren berücksichtigt.Der Rat soll am 10. November über die Offenlage aller Dokumente entscheiden. In den Unterlagen zum Offenlagebeschluss finden sich dann bereits alle relevanten Informationen, Fakten und Pläne zum Projekt. Stimmt der Rat zu, soll die Offenlage nach jetziger Planung mit einer Dauer von mindestens 30 Tagen noch vor der Weihnachtspause starten. Ab dem ersten Tag der Offenlage liegen alle projektbezogenen Gutachten und Untersuchungen für die Öffentlichkeit zur Einsicht vor. Auch die Eckpunkte des Masterplans sollen bis dahin bekannt sein.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

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