Deutliche Unterschiede bei Inzidenz Geimpfter und Ungeimpfter

22 neue Corona-Infektionen verzeichnet der städtische Fachbereich Gesundheit in Krefeld am Dienstag, 31. August (Stand: 0 Uhr).

Die Gesamtzahl aller bestätigten Fälle steigt auf 12.853. Als aktuell infiziert gelten 530 Personen, 23 weniger als am Vortag. Genesen sind inzwischen nach einer Corona-Infektion 12.144 Personen. 45 rechnerisch neu Genesene sind seit dem Vortag hinzugekommen. 179 Personen sind in Krefeld bisher im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, steigt auf 191,8.

Am Vortag hatte der Wert bei 186,9 gelegen. Im Krankenhaus liegen derzeit elf Patienten, von ihnen drei auf der Intensivstation. Einer dieser Patienten muss auch beatmet werden. Bisher sind 55.056 Erstabstriche vorgenommen worden. 245 Tests sind noch offen.

36 Impfdurchbrüche bei 419 Neuinfektionen

Vom 21. bis 27 August hat es in Krefeld insgesamt 419 Neuinfektionen gegeben. In 183 Fällen ist eine Analyse vorgenommen worden - alle analysierten Infektionen gingen auf die Delta-Variante zurück. 36 Impfdurchbrüche sind registriert worden, das sind Impfdurchbrüche bei 8,5 Prozent aller Neuinfektionen vom 21. bis 27. August. In nahezu allen Fällen hatten die nach einer Impfung Infizierten allerdings keine oder allenfalls sehr milde Symptome. Der Fachbereich Gesundheit hat errechnet, dass die Inzidenz der Ungeimpften in Krefeld aktuell bei 454 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt, die Inzidenz der Geimpften wiederum nur bei 25,3. Insgesamt 558.250 Bürgertests sind bisher vorgenommen worden. In den Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kitas) werden neue Fälle aus verschiedenen Einrichtungen gemeldet: An der Kita St. Anna sind drei Infektionen bekannt geworden, jeweils einen neuen Covid-19-Fall gibt es in den Kitas Bunte Strolche, Am Kempschen Weg, Breite Straße und Florastraße. Zwei neue Coronafälle gibt es am Moltkegymnasium, jeweils einen neuen Coronafall an der Robert-Jungk-Gesamtschule, an der Realschule Horkesgath, am Berufskolleg Glockenspitz und am Hannah-Arendt-Gymnasium. Zur Gesamtstatistik der Schulen und Kitas: Coronafälle gibt es derzeit an 18 weiterführenden Schulen, dort sind 65 Personen in mehreren Klassen infiziert. 358 Kontaktquarantänen wurden angeordnet. In 16 Grundschulen traten Corona-Infektionen auf. Hier gab es insgesamt 32 Fälle mit 385 Kontaktquarantänen. In 18 Kitas sind insgesamt 23 Infektionen aufgetreten, sie hatten 519 Quarantänen zur Folge.

Quarantäne: Viele Anfragen von Eltern

Zur Frage der Quarantäneanordnung bei Kindern erreichen den Fachbereich Gesundheit derzeit häufig Anfragen von Eltern. Die Mitarbeitenden dort versuchen generell den Kreis der in Quarantäne zu versetzenden Schüler so klein wie möglich zu halten. Der Fachbereich Gesundheit hält sich dabei an die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts. Die Einstufung der engen Kontaktpersonen erfolgt nach den geltenden rechtlichen und fachlichen Vorgaben und entsprechend der Informationen der Schule über die konkrete Infektionssituation. Dabei ist es möglich, dass mehr Personen als nur die direkten Sitznachbarn als enge Kontaktpersonen in Quarantäne gehen müssen, da Begegnungen nicht nur im Klassenraum stattfinden, sondern auch in anderen Situationen im schulischen Alltag. Der Fachbereich Gesundheit dankt den Familien für ihr Verständnis und appelliert an die Eltern, über zwölfjährige Kinder gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) nun impfen zu lassen.

300 bis 600 Impfungen insgesamt werden derzeit täglich im Impfzentrum vorgenommen. Per Erlass hat das Land nun geregelt, dass bis einschließlich 30. September auch Erstimpfungen im Impfzentrum vorgenommen werden können. Die zu impfenden Personen bekommen dann bei der Erstimpfung vor Ort im Impfzentrum Hinweise darauf, wo und wie sie die Zweitimpfung vornehmen lassen können. Für die Zweitimpfung stehen in diesem Fall die Hausärzte und Betriebsärzte bereit.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) meldet fünf Bußgeldverfahren im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung. Er hat vom 24. bis 30. August insgesamt 61 Personen auf die Einhaltung der Quarantänepflicht kontrolliert. Fünf Personen konnten nicht angetroffen werden. Gegen diese wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet.