Ausschuss stimmt für neues Klima-Förderprogramm

Der Ausschuss für Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Landwirtschaft hat dem geplanten Förderprogramm für Klimaschutzmaßnahmen in Krefeld seine Zustimmung erteilt.

Die Abstimmung im Seidenweberhaus erfolgte einstimmig. Die Stadt Krefeld will, wie berichtet, ein kommunales Programm auflegen, um Bürger bei Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen wie Photovoltaikanlagen, Thermische Solaranlagen, Wärmepumpen, Dachbegrünungen oder klimafreundliche Sondermaßnahmen wie Fassadenbegrünungen zu unterstützen. 150.000 Euro stehen im Haushalt für das Jahr 2021 bereit.

Das Förderprogramm wird nun noch im Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften am Dienstag, 7. September, beraten und dann dem Stadtrat am Donnerstag, 16. September, zur Entscheidung vorgelegt.„Der einstimmige Beschluss im Klima-Ausschuss freut mich sehr. Die Zustimmung der Ausschussmitglieder zeigt, dass wir mit diesem Programm auf einem richtigen Weg sind. Das Förderprogramm soll so niederschwellig wie möglich gestaltet sein, damit es für die Bürgerinnen und Bürger attraktiv ist. Krefeld wird mit diesem Programm, für das die Fördertöpfe in den kommenden Jahren noch erweitert werden, einen großen Schritt in Richtung Klimaschutz vor Ort machen. Wir als Kommune übernehmen gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern Verantwortung für unser Klima", sagt Umweltdezernentin Sabine Lauxen.

Ziel: Klimaneutralität im Jahr 2035

Krefeld peilt die Klimaneutralität im Jahr 2035 an. Klimaneutralität meint, dass Treibhausgasemissionen entweder vermieden werden oder bereits ausgestoßene Treibhausgase an anderer Stelle wieder eingespart werden. Im integrierten Klimaschutzkonzept steht geschrieben, dass 32 Prozent des CO2-Ausstoßes in Krefeld von Privathaushalten ausgehen. Das Thema „Klimafreundliches Wohnen" kann also erheblich dazu beitragen, die Klimaneutralität in Krefeld zu erreichen. „Die Stadtverwaltung wird allerdings auch auf eigenen Objekten Photovoltaikanlagen installieren", versichert Sabine Lauxen.

Stimmt der Rat dem Förderprogramm zu, sollen zum 1. Oktober die Antragsunterlagen auf der Website www.krefeld.de/klimafreundlicheswohnen bereitgestellt. Die Bürger können dann Anträge einreichen. Diese werden auf grundsätzliche Förderfähigkeit hin untersucht. Bei positivem schriftlichen Bescheid kann mit der Maßnahme begonnen werden. Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, können die berechtigten Antragssteller die Auszahlung der Fördermittel beantragen. Nach Eingang prüft die Verwaltung die mit der Antragstellung zur Auszahlung der Fördermittel eingereichten Unterlagen, so dass nach positivem Prüfergebnis die Gelder ausgezahlt werden.

Folgende Maßnahmen sind förderfähig

Die Stadt fördert Photovoltaik-Anlagen mit 100 Euro je Kilowattpeak (kWp), maximal 1.000 Euro Förderung sind möglich. Einen Extra-Zuschuss gibt es für die gleichzeitige Installation eines Stromspeichers oder die Ertüchtigung der Gebäude-Elektrik von bis zu 1.500 Euro. Thermische Solaranlagen, mit denen die Warmwasser- oder Heizkosten gesenkt werden können, sind ebenfalls förderfähig. Mit bis zu 2.000 Euro bezuschusst die Stadt Krefeld beispielsweise eine Solarthermie-Anlage mit Heizungsunterstützung. Wärmepumpen in unterschiedlicher Ausführung werden auch gefördert. Der Zuschuss der Stadt für Wärmepumpen beträgt 2.000 Euro. Ein weiterer Programm-Teil ist die Förderung für Dachbegründung. 20 Euro pro Quadratmeter werden gezahlt. Berücksichtigt werden können ferner klimafreundliche Sondermaßnahmen.

Eine Beratung erfolgt über Klimaschutzmanager Marco Gröger (Telefon 0 21 51 / 86 23 66) und per E-Mail unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder über den Kooperationspartner Verbraucherzentrale NRW an der Petersstraße 55-57, die per Telefon unter 0 21 51 / 4 12 11 03 und per E-Mail unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. erreichbar ist.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation