Auftakt des Fußverkehrschecks: Bürger geben viele Hinweise

Über eine gute Beteiligung beim ersten Fußverkehrscheck für Krefeld freut sich die städtische Mobilitätsmanagerin Martina Foltys-Banning.

Der Fußverkehrscheck ist ein Rundgang von Bürgern und Experten, die gemeinsam die Belange der Fußgänger im Stadtgebiet ins Visier nehmen. Basierend auf den dabei gewonnenen Erkenntnissen und Hinweisen sollen perspektivisch problematische Stellen umgestaltet werden. 25 Personen nahmen an diesem ersten Rundgang teil, alle unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Bedürfnissen als Verkehrsteilnehmer.

Foltys-Banning und Verkehrsexperte Nils Becker von der Dortmunder Planersozietät begleiteten die Tour und nahmen Anregungen auf. Dieser erste von zwei Fußverkehrschecks startete am Südausgang des Hauptbahnhofes und führte über folgende Straßen und Plätze: Willy-Brandt-Platz - Kölner Straße - Umsteigepunkt vorm Hansahaus - durch das Hansazentrum - Hansastraße - Petersstraße - Stephanstraße - Ostwall - Neue Linner Straße - Luisenstraße - Dreikönigenstraße - Mariannenstraße - Albrechtplatz - Luisenstraße - Hansastraße - Bahnhofsvorplatz. Am Bahnhofsvorplatz endete die Tour, die bei der Auftaktveranstaltung des Fußverkehrschecks festgelegt worden war.

Nils Becker konnte anhand von konkreten Beispielen viele Anregungen für die Gestaltung hinsichtlich der Fußgängerbelange geben. Als Schwachstellen wurden von den Teilnehmenden unter anderem fehlende oder fußgängerunfreundliche Ampeln - vor allem für ältere und gehbehinderte Menschen sind die Ampelphasen zu kurz - identifiziert. Auch zu kleine Aufstellflächen für Fußgänger, fehlende Bordsteinabsenkungen an Querungsstellen oder beschädigtes Pflaster wurden genannt. Ebenso wiesen die Teilnehmenden auf fehlende Beschilderung und Probleme mit Radfahrern hin. Auch wurde der Wunsch geäußert, den Ostwall-Mittelstreifen durchgehend begehen zu können. An bestimmten Stellen - Südwall, Dreikönigenstraße und Marktstraße - müssen Fußgänger jeweils drei Ampeln passieren, um wieder auf den Mittelstreifen zu gelangen. Sehbehinderte Teilnehmende haben sich mehr Kontraste gewünscht, sowohl bei den Ampeln, dem Pflaster als auch beim Stadtmobiliar. Während des Rundgangs wurden von der Planersozietät auch Brillen verteilt, die verschiedene Sehbehinderungen simulieren. So konnte jeder Teilnehmer sich in die Situation von Sehbehinderten begeben.

Wie es jetzt weitergeht: Einen zweiten Fußverkehrscheck wird es am 28. Oktober in Uerdingen geben. Er startet um 18 Uhr und dauert bis 20 Uhr. Anmeldungen sind möglich bei Mobilitätsmanagerin Martina Foltys-Banning. Der Abschlussworkshop findet dann voraussichtlich am 3. November ebenfalls in Uerdingen statt.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

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