Was glaubt Krefeld? -Religionsgemeinschaften stellen sich vor

„Ein interessantes und auch spannendes Werk" - so leitet Andreas Pamp, Fachbereichsleiter Migration und Integration der Stadt Krefeld, das Gespräch über das neu erschienene Magazin „Was glaubt Krefeld?" ein.

Das Magazin entstand aus dem „Dialog der Religionen", einem Gesprächsformat, das unter der Initiative von Oberbürgermeister Frank Meyer eingeführt wurde und einen direkten Austausch der verschiedenen Religionsvertreter ermöglicht hat. „Das Gespräch ist sehr wertvoll für unser Zusammenleben und ein sehr gutes und wichtiges Instrument der Integration. Wir alle haben bisher schon viel gelernt über die unterschiedlichen Religionen," so Pamp.

In Zusammenarbeit der Abteilung Integration unter der Integrationsbeauftragten Dr. Tagrid Yousef und der Pressebeauftragten Christiane Willsch mit bisher 28 Vertretern von Krefelder Religionsgemeinschaften entstand nun die Broschüre „Was glaubt Krefeld?". Zunächst notierte sich Willsch neun Fragen, die sie Religionsvertretern stellen wollte. Basierend auf dem „Plan der Religionen", in dem alle Krefelder Gebetsstätten verzeichnet sind, schrieb sie die am Dialog der Religion Beteiligten und weitere Gemeinschaften an, um sie zum Mitmachen zu ermuntern und Gesprächspartner zu nennen. „Wichtig war es mir, zu betonen, dass diese Gespräche auf Augenhöhe stattfinden und dass die Broschüre das Ziel hat, Missverständnisse in der Gesellschaft über die unterschiedlichen Religionen auszuräumen", erklärte die Autorin. „Als klar wurde, dass die Gemeinschaften respektvoll dargestellt werden sollen, wuchs das Interesse, sich zu beteiligen".

64 Seiten, 1.000 Exemplare

Die erste Auflage von „Was glaubt Krefeld" umfasst 64 Seiten und wurde mit 1.000 Exemplaren aufgelegt. Die Zielgruppe sind allgemein interessierte Bürger, insbesondere aber Schüler, Studierende und Neuzugezogene. Das noch wachsende Projekt möchte weiteren Religionsgemeinschaft anbieten, sich zu melden und in einer Neuauflage ebenfalls die Möglichkeit zu bekommen, sich vorzustellen. Dieses Magazin soll - wie das Titelbild andeutet - eine Brücke sein, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Religionen darstellen und zum Dialog anregen. Es ist ein Format, das die Diversität der Stadt Krefeld darstellt. „Kleine Religionsgemeinschaften waren regelrecht erstaunt, einmal gefragt zu werden", so Willsch. Sie seien es gewohnt, dass man über sie schreibe, allerdings nicht, dass man vorher im Gespräch ihre Meinung erfrage. Viele Glaubensgemeinschaften haben schon eine Historie von 100 Jahren innerhalb der Stadt. „Durchweg erhielt ich Rückmeldungen, dass sich die Religionsgemeinschaften in Krefeld sehr wohl fühlen und dem Projekt bisher ausschließlich positiv gegenüberstehen", berichtete Christiane Willsch.Die Integrationsbeauftragte Dr. Tagrid Yousef schildert die Entwicklung der Religionsdialoge in den vergangenen Jahren: „Im Jahr 2018 wurde die ‚Krefelder Erklärung' von Oberbürgermeister Frank Meyer unterzeichnet. Diese spricht sich für Toleranz und Weltoffenheit aus und besagt ausdrücklich, dass für die Stadtgesellschaft alle Religionen gleich(wertig) sind". Im Jahr 2019 kurz vor dem Lockdown fand dann die Präsenzveranstaltung „Was glaubt Krefeld" mit zahlreichen Vertretern unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften auf der Burg Linn statt. Das war der Auftakt für die darauffolgenden Projekte, zu denen dieses neu erschienene Magazin gehört.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

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