Ausstellung „la vena di mica": Thomas Pöhler in der Villa Goecke

Der in Krefeld lebende Künstler Thomas Pöhler zeigt in der Villa Goecke an der Tiergartenstraße 57 seine Ausstellung „la vena di mica".

Die Fotoserie entstand im vergangenen Jahr in Venedig. Ein Stipendium des Deutschen Studienzentrums ermöglichte ihm den Aufenthalt in der italienischen Lagunenstadt. Ein Vierteljahr lang durchstreifte Pöhler täglich die Gassen auf der Suche nach Orten, an denen er eine silberglänzende Glimmerader auslegte. In einer zur Zeit der Pandemie sich zunehmend entleerenden Stadt entstand so ein Atlas Venedigs mit einer Reflexion über Wert, Echtheit und Täuschung, über Dauer und Flüchtigkeit, über Abgrenzung und Aneignung.

„Die Themen, auf die Thomas Pöhler mit seiner künstlerischen Arbeit verweist, sind hochaktuell: Die Bewahrung der Natur, ihre monumentale Kraft, aber auch ihre Zerbrechlichkeit kommen dabei zum Ausdruck", sagte Oberbürgermeister Frank Meyer. „Dank des Galeristen Ralph Kleinsimlinghaus wird nun die Kunst von Thomas Pöhler für die Kunstinteressierten in Krefeld und Umgebung in der Villa Goecke sichtbar gemacht", so Meyer.Thomas Pöhler wurde 1966 in Bad Oeynhausen geboren. Er hat von 1986 bis 1993 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Gerd van Dülmen und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Konrad Klapheck studiert. Er lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Krefeld. Pöhler wurde 2020 mit dem Kunstpreis City-Artists des Kultursekretariats NRW ausgezeichnet und erhielt in diesem Jahr ein Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds. Die Grundlage seiner Arbeiten bildet die Beobachtung unberührter Natur: Anhand von Felsen, Wasser oder Sand stellt er Fragen nach der Veränderung von Landschaften und macht Brüche zwischen Natur und Zivilisation sichtbar, indem er eigene Zeichnungen, Skulpturen oder Fotografien mit vorgefundenem Material verbindet.

Die Ausstellung endet am 12. Dezember und kann mittwochs, donnerstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung besichtigt werden. Zu dieser Ausstellung erscheinen ein Katalog und eine Edition.

Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Dirk Jochmann

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